Zum Seiteninhalt
News

Gefälschte Rechnungen mit Trojaner im Gepäck

Gepostet am 02.05.2013 von Watchlist Internet

Sie haben eine dubiose Rechnung per E-Mail erhalten, die Sie nicht zuordnen können? Noch dazu für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung, das/die Sie nie bestellt haben? Dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Betrugsversuch!

In der betrügerischen E-Mail wird auf den vermeintlichen Abschluss eines entgeltlichen Vertrages hingewiesen und unter Androhung rechtlicher Konsequenzen die Zahlung gefordert. Nähere Informationen zum Vertrag, Widerspruchs-/Stornobedingungen etc. befinden sich angeblich in einem Dateianhang. Als angebliche Absender/innen treten häufig Inkassobüros oder Rechtsanwaltskanzleien auf.

Eine Liste mit aktuell auftauchenden Absender/innen in betrügerischen Zahlungsaufforderungen finden Sie hier.

Was tun bei Erhalt einer dubiosen Rechnung per E-Mail?

  • Öffnen Sie keine Dateianhänge – diese enthalten oft Viren oder Lösegeld-Trojaner.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen bzw. nichts bestellt haben, müssen Sie auch nicht zahlen.
  • Antworten Sie nicht auf die E-Mail, auch nicht, um sich zu „beschweren“. Sie geben den Absender/innen damit nur die Bestätigung, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist.
  • Löschen Sie die E-Mail am besten sofort.
  • Wenn Sie unsicher sind, geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff oder den Absender) in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven. Auch der Internet Ombudsmann hilft Ihnen kostenlos weiter.
  • Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, wenden Sie sich an die Polizei (lesen Sie dazu: Wie mache ich eine Anzeige?).

Beispiel einer gefälschten Rechnung:

Hallo XXXXX XXXXX,

Akten: AZ031993095107
Mitgliedslogin: 13909646 XXXX XXXX

in aufgeführter Rechnung haben wir Sie schon mehrmals schriftlich zur Zahlung gebeten und auf die sehr schweren Folgen einer Nichtzahlung hingewiesen. Bis jetzt ist keine Zahlung eingegangen.
Wir hatten bereits vor, den Saldo an verschiedene Wirtschaftsauskunfteien zu melden, die Voraussetzungen nach dem BDSG sind gegeben.
Als nächstes werden wir beim zuständigen Amtsgericht einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen Sie beantragen und anschließend die Zwangsvollstreckung durchführen lassen. Dadurch entstehen weitere sehr hohe Kosten und Schwierigkeiten für Sie.

Artikeleinzelheiten und Widerspruch Hinweise finden Sie im zugefügten Ordner.

Deine Bestellnummer: 72170123368 bei HSE24 AG 661,73 EU

Bitte ersparen Sie sich weitere Unannehmlichkeiten und Kosten und zahlen Sie umgehend die beigelegte Rechnung.

Mit besten Grüßen

BubelsNet GmbH
Potsdam
DE99416047361
Mia Klein

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann