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Gefälschte Mobilfunkrechnungen per E-Mail nehmen zu!

Gepostet am 20.01.2014 von Watchlist Internet

Zahlreiche Internetnutzer/innen erhalten betrügerische E-Mails, in denen ihnen mitgeteilt wird, dass ihre Handyrechnung im Internet abrufbar sei. Diese könne unter dem in der E-Mail angeführten Link eingesehen werden. Wer darauf hereinfällt, ist in die Falle getappt, denn es handelt sich um Phishing-Mails!

Wie die Watchlist Internet bereits in den Artikeln Gefälschte A1-Rechnungen mit Trojaner im Anhang, Achtung vor gefälschten Telekom-Rechnungen! und Achtung: Phishing-Mails von Hutchison Drei Austria im Umlauf! gezeigt hat, kursieren zurzeit gefälschte E-Mails und Rechnungen von tatsächlich existierenden Mobilfunkanbietern. Als vermeintlicher Absender treten sowohl österreichische als auch deutsche Mobilfunkanbieter auf. Neu ist, dass die Betrüger/innen diesmal den Anbieter „Vodafone für Ihre betrügerischen E-Mails auserwählt haben:

From: Vodafone D2
To:
Sent: Tuesday, January 14, 2014 10:14 AM
Subject: Ihre Rechnung vom 14.01.2014 steht als PDF bereit: 910453374842185352.

Ihre Kundennummer: 1266283

14.01.2014

Guten Tag!

Ihre Rechnung vom 14.01.2014 ist hier im Anhang als PDF-Datei für Sie. Falls Sie die Datei auf Ihrem Handy nicht öffnen können, versuchen Sie es bitte an Ihrem PC.

Ihre neue Rechnung als PDF 722466352357742684.

Die Gesamtsumme beträgt 485.22 Euro und ist am 17.01.2014 fällig
Jetzt noch übersichtlicher: Ihre Online-Rechnung im neuen Design. Sie finden Ihre Rechnung in MeinVodafone unter Rechnung > Aktuelle Rechnung. Dort können Sie Ihre Rechnung auch als PDF herunterladen und drucken. Ihre Rechnungen der letzten 24 Monate finden Sie unter "Alle Rechnungen".

Viele freundliche Grüße
Ihr Vodafone-Team  

Diese E-Mail wurde automatisch an Sie verschickt. Wenn Sie uns antworten möchten, nutzen Sie bitte das Kontakformular. Klicken Sie bitte nicht auf "Antworten" oder "Reply" in Ihrem E-Mail-Programm!

Das ganze zeigt sich grafisch dargestellt wie folgt:


Eine gefälschte Vodafone-Phishing-Mail.

Die Links in der E-Mail führen auf betrügerische Websites

Wie bei allen Phishing-Mails führt der Link zu der angeblichen Rechnung auf eine betrügerische Seite, die versucht, ahnungslosen Internetnutzer/innen sensible Daten herauszulocken, um sich mit diesen finanziell zu bereichern. Das kann daran erkannt werden, dass die Rechnung angeblich auf der hier nur beispielhaft angeführten Seite "gorbache.ru/vodafone_online/" einsehbar sein soll. "gorbache.ru" steht jedoch in keinem Zusammenhang mit Vodafone.

Darüber hinaus benutzten die Absender der vermeintlichen Rechnung gebräuchliche E-Mail-Dienste, was sich an Endungen wie zum Beispiel "@hotmail.com", "@gmail.com" und so weiter zeigt. Auch hier gilt: Ein seriöses Unternehmen, wie z.B. Vodafone, greift nicht auf externe E-Mail-Dienste zurück, sondern verwendet seine eigene Infrastruktur!

Zu guter Letzt ist für österreichische Leser/innen von Bedeutung, dass Vodafone in Österreich kein Telefonnetz betreibt, weshalb das Unternehmen auch keine Rechnungen an österreichische Kund/innen ausstellen kann.

Weitere Tipps gegen Phishing:

  • Klicken Sie auf keine Links in E-Mails oder sonstigen Nachrichten, in denen dazu aufgefordert wird, Konto- bzw. Login-Daten bekannt zu geben. Auch nicht, um nähere Informationen zu erhalten. Löschen Sie diese E-Mails sofort!
  • Öffnen Sie keinesfalls unbekannte Datei-Anhänge in E-Mails oder sonstigen Nachrichten – darin sind oft Viren versteckt.
  • Übermitteln Sie keine vertraulichen Daten (Login-Daten, Passwörter, TANs etc.) per E-Mail, via Link oder telefonisch.
  • Melden Sie überraschende Änderungen der vertrauten Login-Seiten sofort an den Betreiber (also beispielsweise die Bank oder das Internetportal).
  • Geben Sie vertrauliche und persönliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt (erkennbar an "https://" am Beginn der Internetadresse und an einem Schloss-Symbol am oberen oder unteren Bildschirmrand).
  • Führen Sie laufend Sicherheits-Updates an Ihrem Internet-Browser durch.
  • Anti-Viren-Programm, Anti-Spyware-Programm und Firewall installieren und laufend aktualisieren (lesen Sie mehr dazu z.B. auf der Website von Saferinternet.at).

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