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Gefälschte Microsoft-Nachricht im Umlauf

Gepostet am 04.09.2018 von Watchlist Internet

Datendiebe versenden eine gefälschte Microsoft-Nachricht. Darin behaupten sie, dass das E-Mailkonto von Empfänger/innen gesperrt sei. Damit Nutzer/innen wieder auf ihr Postfach zugreifen können, sollen sie ihre Identität auf einer unbekannten Website bestätigen. Das führt zur Datenübermittlung an Kriminelle. Diese können dadurch Verbrechen unter dem Namen ihrer Opfer begehen.

Internet-Nutzer/innen erhalten eine angebliche Nachricht von Microsoft. Darin heißt es, dass ihr E-Mailkonto gesperrt sei. Damit sie dieses wieder nützen können, sollen sie auf einer Website ihre Identiät bestätigen:

Ihr e-Mail ist gesperrt

Microsoft konto team <privatemusteradresse@hotmail.de>

Sehr geehrter-Nutzer

Ihr zwei eingehenden e-Mails wurden auf ausstehender Status aufgrund der aktuellen Upgrade auf unsere Datenbank platziert. Um diese Mitteilungen zu erhalten, klicken Sie auf den untenstehenden Link, um Ihre Identität zu bestätigen und auf Antwort zu warten

Klicken Sie hier um ihre Identität zu verifizieren

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und schätzen Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Microsoft-Konto-Team

Die angebliche Microsoft-E-Mail erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, dass sie echt ist:

Was passiert, wenn Kund/innen ihre Identität verifizieren?

Konsument/innen, die ihre Identität verifizieren, gelangen auf eine gefälschte Microsoft-Website. Diese fragt persönliche Daten von Besucher/innen, wie zum Beispiel ihre E-Mailadresse oder ihr Passwort, ab. Nutzer/innen, die die gewünschten Informationen preisgeben, übermitteln sie an Kriminelle. Die Betrüger/innen können mit den Angaben ihrer Opfer Verbrechen unter fremden Namen begehen.

Woran erkennen Sie das gefälschte Microsoft-Schreiben?

Das angebliche Microsoft-Schreiben ist nicht echt. Das können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Microsoft versendet keine Nachrichten an Kund/innen, mit denen das Unternehmen nach persönlichen Daten fragt. Das ist bei dem betrügerischen Schreiben der Fall: „Klicken Sie hier um ihre Identität zu verifizieren“.
  • Die Nachricht stammt von einem privaten Absender: „privatemusteradresse@hotmail.de“. Der Absendername „Microsoft konto team“ darf darüber nicht hinwegtäuschen.
  • Das Schreiben ist unpersönlich („Sehr geehrter-Nutzer“) und fehlerhaft („e-Mails wurden auf ausstehender Status aufgrund der aktuellen Upgrade auf“). Seriöse Benachrichtigung benennen Adressat/innen direkt beim Namen und sind lektoriert.
  • Fahren Sie mit der Computer-Maus über den Link „Klicken Sie hier um ihre identität zu verifizieren“ erscheint ein Fenster. Es zeigt Ihnen an, dass Sie mit einem Klick eine fremde Website öffnen. Sie gehört nicht Microsoft.
  • Rufen Sie den Link der Nachricht auf, öffnen Sie eine gefälschte Microsoft-Website. Das zeigt Ihnen die Adressleiste des Browsers.

Sie sind auf die gefälschte Microsoft-Mail hereingefallen?

Wenn Sie Ihre Daten an die Betrüger/innen übermittelt haben, rufen Sie umgehend Ihr Microsoft-Konto auf. Ändern Sie Ihr Passwort. Das verhindert, dass Kriminelle Zugriff auf Ihr Konto haben. Ist das Ändern des Passworts nicht mehr möglich, wählen Sie die Option „Kennwortzurücksetzung“ aus und folgen den Anweisungen von Microsoft. Gelingt es Ihnen auch damit nicht, das Problem zu lössen, versuchen Sie, Ihr Konto wiederherzustellen. Das ist hier möglich: https://account.live.com/acsr. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und besprechen SIe mit ihr das weitere Vorgehen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Sollten Sie Beratung oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an unsere Expert/innen vom Internet Ombudsmann. Die Beratung ist kostenlos. Das Anfrageformular ist der schnellste Weg, Ihre Fragen zu stellen:

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung der gefälschten Microsoft-Phishingmail.)

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann