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Gefälschte amazon.de-Versandbestätigung im Umlauf

Gepostet am 24.01.2019 von Watchlist Internet

Kriminelle versenden eine gefälschte amazon.de-Versandbestätigung. Darin schreiben sie, dass das von den Empfänger/innen bei der reBuy reCommerce GmbH bestellte Produkt am Versandweg sei. Weiterführende Informationen zu dem Einkauf können Konsument/innen der Datei BESTELLDETAILS_eDATEI.doc entnehmen. Sie verbirgt Schadsoftware, weshalb Kund/innen sie nicht öffnen dürfen.

Kriminelle versenden gefälschte amazon.de-Versandbestätigungen. Darin behaupten sie, dass eine Bestellung bei der reBuy reCommerce GmbH am Versandweg ist. Weiterführende Information dazu können Empfänger/innen den Bestelldetails entnehmen:

Amazon.de
Versandbestätigung
Bestellnummer: #394-6505210-0138646

Guten Tag,

wir möchten Ihnen hiermit mitteilen, dass reBuy reCommerce GmbH Ihre Bestellung verschickt hat.

Ihre Sendung befindet sich nun auf dem Versandweg; eine Änderung durch Sie oder unseren Kundenservice ist nicht mehr möglich. Möchten Sie einen ansehen Ihrer Bestellung, können Sie dies einfach hier.

Zustellung: Donnerstag, 24 Januar - Samstag, 26 Januar

Bestelldetails
Verkauft von: Amazon EU S.a.r.L.
Versandart: Standardversand

Der Name des Transportdienstes und die Paketverfolgungsnummer liegen uns nicht vor.

Wenn Sie ein mobiles Gerät verwenden, können Sie mit der kostenlosen Amazon Mobile App Lieferbenachrichtigungen empfangen und den Verlauf Ihrer Sendung auch unterwegs verfolgen.

Bestelldetails

Zwischensumme: EUR 84,20
Verpackung und Versand: EUR 3,60
Endbetrag: EUR 87,80
Zahlung über Bankeinzug: EUR 87,80

Rücksendungen sind einfach. Besuchen Sie unser Online-Rücksendezentrum.

Falls Sie weitere Fragen zu Ihrer Bestellung haben sollten, kontaktieren Sie bitte reBuy reCommerce GmbH.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
Amazon.de

Auf den ersten Blick wirkt die gefälschte amazon.de-Versandbestätigung echt:

Wie geht es weiter?

Konsument/innen, die die Bestelldetails ihres angeblichen Einkaufs sehen wollen, gelangen auf eine fremde Website. Sie steht in keinem Zusammenhang mit amazon.de. Auf der fremden Website sollen Besucher/innen die Datei „ BESTELLDETAILS_eDATEI.doc“ herunterladen. Sie ist mit Schadsoftware infiziert. Nutzer/innen, die das Dokument öffnen und Makros ausführen, installieren einen Trojaner. Er lädt weitere Schadsoftware herunter und kann das Opfer überwachen, sensible Daten stehlen, Dokumente beschädigen oder den infizierten Computer für Verbrechen nutzen.

Woran erkennen Sie die gefälschte amazon.de-Versandbestätigung?

Das die vermeintliche Versandbestätigung gefälscht ist, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Sie haben keine Bestellung bei amazon.de getätigt. Daher ergeht die Versandbestätigung grundlos an Sie.
  • Die gefälschte Versandbestätigung weicht von echten in einigen zentralen Punkten ab. Beispielsweise nennen Nachrichten von Amazon die Versandadresse ihrer Kund/innen. Dieser Hinweis fehlt bei der gefälschten E-Mail.
  • Die Absender-Adresse der Nachricht ist bestellbestaetigung@amazon.demusterseite.at, Sie täuscht zwar vor, von amazon.de zu sein. Das ist jedoch nicht der Fall.
  • Der Link „Bestelldetails“ führt auf eine unbekannte Website, die nicht zu amazon.de gehört.
  • Die Bestelldetails sollen sich in einem doc-Format finden. Das ist verdächtig, denn Kriminelle nutzen dieses sehr oft, damit sie Schadsoftware auf dem Computer von Opfern installieren können. Das gilt übrigens ebenso für Dokumente mit den Endungen docx, zip, rar, exe, js oder apk.

Sie haben die Bestelldetails geöffnet?

Sollten Sie die Bestelldetails geöffnet und die Makros ausgeführt haben, aktualisieren Sie ihr Antivirenprogramm. Untersuchen Sie mit diesem Ihren Computer auf Schadsoftware. Können Sie ausschließen, dass Ihr Computer mit dieser infiziert ist, ändern Sie die Passwörter Ihrer Benutzerkonten. Tun Sie das nicht, besteht die Gefahr, dass Kriminelle Zugriff auf diese haben und diese für Verbrechen unter Ihrem Namen nutzen. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und besprechen Sie mit ihr das weitere Vorgehen zur Schadensbegrenzung.

Wie schützen Sie sich generell vor Schadsoftware?

Sie schützen sich generell vor Schadsoftware, indem Sie keine unbekannten Dateianhänge öffnen, denn das verhindert, dass Kriminelle ihren Computer mit bösartigen Programmen infizieren können. Genauso wichtig ist es, dass Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Programme aktuell halten. Das sorgt dafür, dass Sie mit den Aktualisierungen bekannte Sicherheitslücken schließen, die Verbrecher/innen dadurch nicht mehr für Ihre Angriffe nützen können. Richten Sie ebenso ein Administratoren- und ein Benutzerkonto auf Ihrem Computer ein. Für den alltäglichen Gebrauch nutzen Sie das Benutzerkonto, denn dieses kann keine Veränderungen am Betriebssystem vornehmen, wodurch sich Schadsoftware nicht unbemerkt von Ihnen auf Ihrem Endgerät installieren kann. Sichern Sie in regelmäßigen Abständen wichtige Dateien und Dokumente auf einem externen Datenträger. Das verhindert, dass Sie im Fall einer Infektion mit Schadsoftware einen kompletten Datenverlust erleiden. Nutzen Sie den Antivirenschutz und die Firewall Ihres Betriebssystems.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Sollten Sie Beratung oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an unsere Expert/innen vom Internet Ombudsmann. Die Beratung ist kostenlos. Das Anfrageformular ist der schnellste Weg, Ihre Fragen zu stellen:

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei Leser/innen für die Meldung der gefälschten amazon.de-Versandbestätigung.)

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann