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„Find My iPhone“-Funktion für Erpressung genutzt

Gepostet am 30.05.2014 von Watchlist Internet

Australische Apple-Nutzer/innen schlagen Alarm: Kriminelle hacken iCloud-Accounts, um dann von diesen aus iPhones und iPads zu sperren. Für die Entsperrung sollen die Nutzer/innen „Lösgeld“ bezahlen.

Wie der Sydney Morning Herald und zahlreiche andere Medien berichten, kommt es bei australischen Apple-Nutzer/innen aktuell zu ungewöhnlichen Attacken auf iPhones und iPads. Kriminelle hacken sich über den iCloud-Account in die „Find My iPhone“-Funktion und sorgen so für unerwünschte Sperren auf den Geräten. Um wieder Zugriff auf das eigene Gerät zu erhalten, soll „Lösgeld“ in Höhe von bis zu 100 Dollar überwiesen werden.

Alter Trick, neue Methode

Auf herkömmlichen Computern sind Lösegeld-Trojaner (auch „Polizei-Virus“ genannt) schon länger bekannt. Die Erpressung auf mobilen Geräten ist jedoch neu. Apple bestätigte mittlerweile einen „Zwischenfall“ und rät Betroffenen zu einem schnellen Passwortwechsel. Auch große australische Telekom-Betreiber äußerten sich bereits, dass ihnen Betrugsversuche bei Kund/innen bekannt seien. Klar ist jedoch nicht, ob nur Australier betroffen sind oder auch iPhone- und iPad-Nutzer/innen auf anderen Kontinenten. In jedem Fall könnten betrügerische Attacken dieser Art auch auf österreichischen Smartphones und Tablets vorkommen.


Australische Apple-Nutzer/innen wurden über die „Find My iPhone“-Funktion erpresst

Nicht zahlen!

Wie sich die Kriminellen in die persönlichen Apple-Accounts einloggen konnten, ist unklar. Vermutlich wurden die Daten über klassisches Phishing gesammelt. Opfer von Lösegeld-Attacken auf digitale Geräte sollen das geforderte Geld jedenfalls nicht zahlen, empfehlen die Behörden.

Mit der Weitergabe von persönlichen Daten im Internet sollten Nutzer/innen generell vorsichtig sein. Außerdem empfiehlt es sich, verschiedene Nutzernamen und Passwörter für verschiedene Accounts zu verwenden – das schützt zwar nicht gänzlich vor Betrug, senkt aber das Risiko deutlich. Apple verweist zudem auf die Zwei-Wege-Authentifizierung bei der Aktivierung der Apple-ID, die solche Hacks unmöglich machen würde. 

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