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Falsche Bank Austria-Mail: „Zahlungsbestätigung Monatsbeitrag“

Gepostet am 25.08.2016 von Watchlist Internet

Internet-Nutzer/innen erhalten eine angebliche Benachrichtigung der Bank Austria. In dieser heißt es, dass der Newsletter und ein Gewinnspiel monatlich EUR 39,99- kosten. Den Gebrauch des Services sollen Kund/innen auf einer Website bestätigen. Empfänger/innen der E-Mail dürfen das nicht tun, denn andernfalls übermitteln sie Zugangsdaten an Kriminelle.

Mit falschen Unternehmens-Mails wollen Kriminelle persönliche Informationen von Internet-Nutzer/innen stehlen. Sind die E-Mails professionell gestaltet, können Empfänger/innen diese nur schwer als verbrecherisch erkennen. Ein eindeutiger Hinweis darauf ist die Aufforderung, dass Kund/innen einen Link öffnen und persönliche Daten auf einer Website bekannt geben sollen. Tun sie das, haben die Kriminellen ihr Ziel erreicht: Sie nützen die fremden Zugangsdaten und begehen damit Verbrechen.

Keine „Zahlungsbestätigung Monatsbeitrag“ erforderlich

Aktuell wollen Kriminelle mit einem falsches Bank Austria-Schreiben Zugangsdaten von Kund/innen stehlen. Wortwörtlich heißt es in der Nachricht:

"Bank Austria" <mustername@musteradresse.edu.tr>
Betreff: Zahlungsbestätigung Monatsbeitrag

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden!

Aus unseren Daten geht hervor, dass Sie sich bei unserem neuen Bank Austria monatlichen Newsletter und Gewinnspiel registriert haben. Dieser Service kostet monatlich EUR 39,99 und der Betrag wird monatlich automatisch von Ihrem Bank Austria Girokonto abgebucht.

Um den Gebrauch des Services jetzt zu bestätigen, ------ klicken Sie bitte hier ------>

Sollten Sie den Service NICHT gebrauchen wollen, klicken Sie bitte HIER, um die Registration rückgängig zu machen, und den automatischen Abzug des Monatsbeitrags zu unterbinden.

Gegebenenfalls werden Sie von unserem Team telefonisch kontaktiert, um Änderungen zu bestätigen.

Gegebenenfalls werden Sie von unserem Team telefonisch kontaktiert, um Änderungen zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Online Banking Team.

Grafisch ist die E-Mail professionell gestaltet:

Eine im Umlauf befindliche Bank Austria-Phishingmail.

Was passiert?

Personen, die „den Gebrauch des Services“ bestätigen, gelangen auf die Website „musterseite.com.au“. Kriminelle fragen auf dieser nach den OnlineBanking-Zugangsdaten. Wer die Information bekannt gibt, ist Opfer eines Datendiebstahls. Er ermöglicht es unbekannten Täter/innen, auf das fremde Konto zuzugreifen und ungewollte Abbuchungen durchzuführen. Ein finanzieller Verlust ist die Folge! Unabhängig davon können Kriminelle die persönlichen Angaben ihrer Opfer für Verbrechen unter fremden Namen nutzen.

Sie haben den „Gebrauch des Services“ bestätigt?

In diesem Fall nehmen Sie Kontakt mit der Bank Austria auf. Schildern Sie dem Unternehmen das Problem und besprechen das weitere Vorgehen. Genauso wichtig ist es, dass Sie Ihre Zugangsdaten ändern. Tun Sie das nicht, können Kriminelle nach wie vor Transaktionen über Ihr OnlineBanking-Konto durchführen.

Woran erkennen Sie die falsche Bank Austria-Mail?

  • Die Behauptung, dass Sie der Bank Austria-Newsletter und das Gewinnspiel monatlich EUR 39,99- kosten ist falsch.
  • Banken warnen Kund/innen davor, persönliche Informationen im Internet bekannt zu geben. Dazu ruft das kriminelle Schreiben jedoch auf.
  • Der Absender der Nachricht ist die Bank Austria. Die dazugehörige E-Mailadresse „mustername@musteradresse.edu.tr“ zeigt, dass diese Angabe nicht stimmt.
  • Der Link „------ klicken Sie bitte hier ------>“ führt auf die Website „musterseite.com.au“. Sie gehört nicht der Bank Austria.
  • Das Schreiben ist fehlerhaft: „Sie sich bei unserem neuen Bank Austria monatlichen Newsletter und Gewinnspiel“. Seriöse Nachrichten sind lektoriert und fehlerfrei.

Wie gehen Sie mit der Bank Austria-Phishingmail um?

Verschieben Sie diese in Ihren Spam-Ordner. Dadurch lernt Ihr E-Mailprovider, dass es sich um eine unerwünschte Nachricht handelt. In Zukunft stellt er Ihnen vergleichbare Schreiben nicht mehr in Ihrem regulären Posteingang zu. Das Risiko sinkt, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls werden.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Geben Sie Passwörter und persönliche Informationen nicht leichtfertig über das Internet bekannt. Die Gefahr ist groß, dass Kriminelle an diese gelangen und sie für Verbrechen nutzen.

 

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung der Nachricht.)

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