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online seit 22.09.2025

Fake-Shops: Kriminelle nutzen die finnische Kultmarke „Marimekko“ als Deckmantel

Derzeit tauchen auf Social-Media-Plattformen vermehrt Werbeanzeigen auf, die ungewöhnlich hohe Rabatte in Marimekko-Onlineshops versprechen. Natürlich stimmt daran nichts. Die Spezialpreise sollen die Fans der finnischen Design-Marke zu Impulskäufen verleiten. Geliefert werden die bestellten Produkte nie, das Geld ist weg.

Nur wenige andere Marken stehen so sehr für finnisches Design wie „Marimekko“. Die ikonischen Muster haben Fans auf der ganzen Welt – entsprechend gut eignet sich das Traditionsunternehmen als Köder für Betrugsmaschen. Kriminelle bauen Marimekko-Fakeshops und locken ihre Opfer auf unterschiedliche Arten in die gefährlichen Onlinestores.

Dort präsentieren die Kriminellen ihre Fake-Shops

Die Betrüger:innen hinter der Masche haben verschiedene Wege entwickelt, die Aufmerksamkeit auf ihre gefälschten Marimekko-Stores zu lenken. Die wichtigsten Varianten:

  • Pinterest

  • Instagram

  • Facebook

Sie schalten Werbeanzeigen auf diesen und anderen Plattformen, die von einem Super-Sale oder anderen verlockenden Aktionen erzählen. Angeblich müsse der Shop schließen, deshalb werden aktuell Rabatte von bis zu 80 % gewährt. Eine altbekannte Erzählung, die Betrüger:innen immer wieder nutzen. Wer auf eine dieser Anzeigen klickt, landet in der Falle.

Marimekko Fake-Shops: So erkennen Sie die Fälschung!

Bei den Marimekko Fake-Shops handelt es sich um klassische betrügerische Seiten der „alten Schule“. Keine sonderlich ausgeklügelten Online-Fallen, daher lassen sie sich auch relativ einfach entlarven. Worauf Sie achten müssen:

  • Web-Adresse: Der offizielle Online-Store von marimekko ist ausschließlich unter der Domain „marimekko.com“ erreichbar. Andere Adressen wie etwa „baswad.com“ haben nichts mit dem Unternehmen zu tun.

  • Pop-up-Fenster: Regelmäßig aufpoppende Verkaufsmeldungen im linken unteren Bildschirmbereich sollen den Eindruck eines gut gehenden Online-Shops erwecken. Wenn hier so viele Menschen aus der ganzen Welt einkaufen, kann es sich ja um gar keinen Fake-Shop handeln, oder?

  • Unzusammenhängende Infos: Oft geben sich die Kriminellen hinter den Fake-Shops bei der Erstellung ihrer Fallen keine allzu große Mühe. Sie verwenden das Gerüst eines alten Portals, tauschen die Startseite und die Produkte aus, um den Rest kümmern sie sich allerdings nicht. In den Kontakt- oder Über-uns-Bereichen ist dann die Rede von anderen Shops.

  • Preisniveau: Das klassische Merkmal von Fake-Shops sind Preise, die weit unter dem Marktdurchschnitt liegen. Diese sollen Opfer zu Spontankäufen verleiten.

  • Social-Media-Links: Die Links zu den angeblichen Social-Media-Auftritten des Unternehmens funktionieren in Fake-Shops in der Regel nicht.

Im Marimekko Fake-Shop eingekauft? Das können Sie jetzt tun!

Ob nach dem Einkauf im Fake-Shop die Möglichkeit einer Rückbuchung besteht, hängt von der gewählten Zahlungsart ab. Im Fall einer Überweisung ist das Geld leider weg. Das Zeitfenster, um den Transfer noch abzubrechen, ist sehr, sehr klein. Besser sieht es bei anderen Optionen aus:

  • Haben Sie mit Kreditkarte bezahlt, kontaktieren Sie sofort Ihr Kreditkartenunternehmen und schildern Sie die Situation! Die Expert:innen dort wissen, was zu tun ist und ob die Karte eventuell gesperrt werden muss.

  • Wurde über PayPal, Klarna oder andere Zahlungsdienstleister bezahlt, berufen Sie sich auf den Käufer:innenschutz und leiten Sie ein entsprechendes Verfahren ein

  • Werfen Sie in nächster Zeit öfter einmal einen Blick auf Ihr Konto! Sollten Sie dort ungewöhnliche Bewegungen entdecken, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank!

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