Fake-Geburtstagsgeschenk: Abofalle im Namen von Rituals im Umlauf
Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die angeblich von Rituals stammen. Sie versprechen eine luxuriöse Geburtstags-Geschenkbox zum Sonderpreis von nur zwei Euro. Doch Vorsicht: Hinter dem scheinbar großzügigen Angebot verbirgt sich keine echte Überraschung, sondern eine teure Abofalle!
Viele Unternehmen überraschen ihre Stammkund:innen zum Geburtstag mit kleinen Aufmerksamkeiten - so auch das Kosmetikunternehmen Rituals. Doch diese nette Geste wird in manchen Fällen auch von Kriminellen ausgenutzt: Sie verschicken gefälschte Geburtstagsmails, die in eine Abofalle führen sollen.
Wie sehen die Mail aus?
Die E-Mail ist dem offiziellen Design von Rituals nachempfunden. Der Absendername wurde so gestaltet, dass es aussieht, als käme er von einer echten Mitarbeiterin. In der Nachricht wird zum Geburtstag gratuliert und ein Geschenk versprochen.
Die gefälschte Website
Um das Geschenk zu erhalten, soll man auf einen Link klicken, der zu einer gefälschten Website führt. Dort soll man persönliche Daten und seine Bankverbindung eingeben, um das Geschenk zum Sonderpreis von zwei Euro zu erhalten.
Die Falle
Wer auf den Link klickt und seine Daten eingibt, tappt unbemerkt in eine Abofalle. Im Kleingedruckten am unteren Rand der gefälschten Webseite steht, dass es sich um ein Abonnement handelt: Nach einer angeblichen Testphase von drei Tagen wird die hinterlegte Zahlungsmethode automatisch alle 14 Tage mit 68,50 Euro belastet.
Das versprochene Geschenk erhalten die Betroffenen erfahrungsgemäß nicht - stattdessen folgt eine böse Überraschung auf dem Kontoauszug.
Abofallen erkennen:
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Absender überprüfen: Kriminelle können die Absenderadresse so fälschen, dass sie wie eine echte Unternehmensadresse aussieht. Klicken Sie auf den angezeigten Absendernamen - oft verbirgt sich dahinter eine ganz andere, unbekannte E-Mail-Adresse.
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Links vermeiden: Links in E-Mails sind immer verdächtig. Öffnen Sie sie nur, wenn Sie sicher sind, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt.
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Bankdaten werden benötigt: Seriöse Unternehmen verlangen keine Gebühren für das Einlösen von Geschenken. Wenn Sie aufgefordert werden, Ihre Kreditkartendaten für ein angeblich kostenloses Geschenk einzugeben, handelt es sich um Betrug.
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Offizielle Kanäle nutzen: Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie das Unternehmen über die Kontaktdaten auf der offiziellen Website und fragen Sie, ob die Nachricht echt ist.
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Abo-Fallen-Check: Wir warnen regelmäßig vor aktuellen Abo-Fallen, bei denen unbemerkt ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird. Überprüfen Sie unsere Warnliste, um sich zu schützen!
In eine Abo-Falle geraten? Das können Sie jetzt tun!
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Kündigen Sie das Abo: Kontaktieren Sie das Unternehmen schriftlich und kündigen Sie das Abo mit sofortiger Wirkung. Fordern Sie die umgehende Rückbuchung der bereits abgebuchten Beträge. Argumentieren Sie, dass der Abo-Vertrag unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen ist und daher rechtswidrig ist. Achten Sie darauf, dass die Kündigung eindeutig ist. Zum Beispiel mit einer Formulierung wie der folgenden: „Ich kündige hiermit das betrügerische Abo mit sofortiger Wirkung und fordere eine Rückbuchung meines Geldes.“
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Kontaktieren Sie Ihre Bank: Wenden Sie sich in jedem Fall auch an Ihr Kreditkarteninstitut und fordern Sie eine Rückerstattung der unrechtmäßig abgebuchten Beträge. Verweisen Sie auf § 67 des Zahlungsdienstleistungsgesetzes (2018), der festlegt, dass Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, zurückerstattet werden müssen.
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Sperren Sie die Zahlung: Möglicherweise müssen Sie Ihre Kreditkarte sperren lassen. Klären Sie dies mit Ihrem Kreditkarteninstitut und fragen Sie, ob es ausreichend ist, das Unternehmen für weitere Abbuchungen zu sperren.