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Facebook-Account gehackt – was nun?

Gepostet am 12.09.2013 von Watchlist Internet

Unbekannte in der Freundesliste, geändertes Profilfoto, nie verfasste Postings, sonderbare Chatverläufe – wenn es im eigenen Facebook-Profil „spukt“, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Konto gehackt wurde. Aber was tut man dann bloß?

Betrüger/innen nutzen gehackte Facebook-Konten primär dazu, um Freunde aus der Freundesliste abzuzocken, z.B. indem sie im Netzwerk betrügerische Links streuen. Oder indem sie die ahnungslosen Freunde anschreiben und unter falscher Identität um Geld bitten (z.B. weil sie im Urlaub ausgeraubt wurden).

Erste Schritte

Wenn Sie Opfer eines Hacker-Angriffs auf Facebook geworden sind, heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Bevor Sie sich daran machen, wieder Kontrolle über Ihren Account zu bekommen, sollten Sie den Computer auf Viren überprüfen. Möglicherweise hat der/die Hacker/in sich über ein unbemerktes Spähprogramm eingeschlichen. Oder Sie sind im Vorfeld vielleicht in eine Phishing-Falle getappt.

Eine andere Möglichkeit für den vermeintlichen „Hack“, könnte der „Scherz“ eines Freundes/einer Freundin sein, dem/der Sie Ihre Zugangsdaten verraten haben.

Für alles weitere gibt es zwei Varianten zu unterscheiden:

  1. Sie haben noch Zugriff auf Ihr Konto und können sich ganz normal einloggen.
  2. Sie haben keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto, weil Ihre Zugansdaten inzwischen geändert wurden.

1. Sie haben noch Zugriff auf Ihr Konto

Haben Sie noch Zugriff auf Ihr Facebook-Konto, sollten Sie sofort Ihr Passwort ändern (Privatsphäre-Einstellungen  > Allgemein > Passwort bearbeiten). Wie ein sicheres Passwort aussieht, lesen Sie hier. Außerdem sollten Sie Freund/innen und Bekannte informieren, für den Fall, dass unseriöse Postings, Nachrichten, Fotos etc. von Ihrem Account gesendet wurden.

2. Sie haben keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto

Wenn das Einloggen in Ihr Facebook-Konto nicht mehr möglich ist, können Sie sich ein neues Passwort zusenden lassen. Bevor Sie dies machen, sollten Sie allerdings überprüfen, ob Sie auf die angegebene E-Mail-Adresse noch zugreifen können. Ist dies auch nicht mehr möglich, können Sie sich das neue Passwort auf eine alternative E-Mail-Adresse senden lassen. Die Änderung im System dauert jedoch 24 Stunden. Hat der/die Hacker/in in dieser Zeit Zugriff auf die erhaltenen E-Mails, kann er/sie den gesamten Vorgang wieder rückgängig machen. In diesem Fall empfiehlt es sich, sich umgehend an www.facebook.com/hacked zu wenden. Oft kann auch der Internet Ombudsmann behilflich sein.


Ein gehacktes Konto an Facebook melden

Für die Zukunft

Nehmen Sie Ihre Sicherheitseinstellungen bei Facebook genau unter die Lupe. Zum einen können Sie eine Anmeldebenachrichtigung einrichten, die Ihnen einen Überblick über alle Log-ins gibt. Außerdem können Sie nachschauen, auf wie vielen Geräten Sie aktuell eingeloggt sind und auch einstellen, dass Ihr Account nur von registrierten Geräten aufgerufen werden kann. Ebenso können Sie das Konto über einen Code sichern, den Sie auf Ihr Handy geschickt bekommen.


Die Sicherheitseinstellungen auf Facebook ermöglichen Ihnen einen Überblick über Ihre Log-ins.

Unsere Tipps

Sämtliche Sicherheitseinstellungen sind natürlich unwirksam, wenn Sie Zugansdaten leichtfertig an Dritte weitergeben. Halten Sie Accountdaten daher stets geheim und hinterlegen Sie diese idealerweise auch nicht auf Computer oder Handy. Auch die Wahl eines sicheren Passworts ist ein wichtiger Schutz, „1234“, ihr Geburtsdatum oder der Name Ihrer Katze sind keine guten Passwörter, da sie leicht zu knacken sind. Verwenden Sie außerdem ein aktuelles Anti-Viren-Programm und seien Sie wachsam vor Phishing-Attacken – seriöse Unternehmen fordern Sie nicht per E-Mail zur Üerbmittlung oder Bestätigung von Zugangsdaten auf!

Unsichere Apps auf Facebook können ebenfalls für Datenlecks sorgen. Löschen Sie deshalb nicht mehr verwendete oder unbekannte Anwendungen aus Ihrem Profil (Privatsphäre-Einstellungen  > Apps) und seien Sie generell vorsichtig bei der Authorisierung von Drittanwendungen.

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann