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E-Mail: „Ihr Paket ist in der Warteschleife“ ist Fake

Gepostet am 01.12.2021 von Watchlist Internet

Warten Sie gerade auf ein Paket? Dann nehmen Sie sich vor E-Mails mit dem Betreff „Ihr Paket ist in der Warteschleife“ in Acht. Kriminelle geben sich als DHL aus und behaupten, dass Zollgebühren ausständig sind. Sie werden aufgefordert auf einen Link zu klicken und € 1,99 zu bezahlen! Vorsicht: Dieser Link führt auf eine gefälschte DHL-Webseite.

Der Online-Handel boomt – das wissen auch Kriminelle. Die Wahrscheinlichkeit, dass gefälschte DHL-Benachrichtigungen somit tatsächlich Personen erreichen, die ein Paket erwarten, ist also hoch. Wir raten Ihnen daher, Benachrichtigungen von Paketzustellern genau unter die Lupe zu nehmen. Wer nämlich auf Fake-Benachrichtigungen hereinfällt, läuft Gefahr, Kreditkartendaten bekannt zu geben und viel Geld zu verlieren!

Was steht in der betrügerischen E-Mail?

Das E-Mail sieht optisch so aus, als würde es tatsächlich von DHL stammen. Sie werden über eine anstehende Lieferung informiert. Diese kann aber erst zugestellt werden, wenn Sie eine Zahlung von € 1,99 tätigen – angeblich für Zollgebühren bzw. Steuern. Sie werden aufgefordert, auf einen Link zu klicken, um die Zahlung freizugeben.

Wohin führt der Link?

Sie landen auf einer gefälschten DHL-Webseite, die der echten täuschend ähnlichsieht. Dass es sich um eine nachgeahmte DHL-Webseite handelt, erkennen Sie an der Internetadresse. Diese lautet barburaggner.net/… und ist vollkommen unplausibel! Dort werden Sie aufgefordert, eine Zahlung von € 1,99 per Kreditkarte zu bezahlen.

Was passiert, wenn ich die Zahlung tätige?

Die Betrugsmasche sieht vor, dass Sie per Kreditkarte zahlen. Das kann für Sie folgende Konsequenzen haben:

  1. Sie übermitteln Kriminellen Ihre Kreditkartendaten.
  2. Möglicherweise wird Ihnen ein sehr hoher Geldbetrag abgebucht. Wie dies trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung geschehen kann, wird im Folgenden erklärt:

Seit 2021 müssen Kreditkartenzahlungen mit der sogenannten „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ freigegeben werden. Das bedeutet, dass eine Zahlung zusätzlich bestätigt werden muss. Früher reichte es aus, die Kreditkartendaten einzugeben, jetzt muss die Zahlung zusätzlich über eine App oder einen Code, den Sie per SMS erhalten, von Ihnen bestätigt werden. Dieser Sicherheitsmechanismus sollte vor Internetbetrug schützen. Wer aber nicht genau hinschaut, gibt möglicherweise einen viel zu hohen Geldbetrag frei!

Kriminelle hoffen, dass Sie nicht genau schauen und einen höheren Betrag freigeben. Statt € 1,99 fordern sie nun z. B. € 1.999 in der Hoffnung, dass Sie die Kommastellen übersehen. Achtung: Beträge, die einmal freigegeben wurden, können vom Kreditkarteninstitut nicht mehr zurückgefordert werden!

Tipp:

Achten Sie bei der Freigabe von Bezahlungen immer darauf, dass alle Angaben stimmen und der richtige Betrag freigegeben wird. Haben Sie einmal bezahlt, ist es nicht mehr möglich, Ihr Geld zurückzubekommen!

So erkennen Sie betrügerische E-Mails

  • Angeführter Link, der unbedingt angeklickt werden sollte
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Unpersönliche Anrede
  • Komische E-Mail-Adresse: Klicken Sie immer auf Details, um sich auch die E-Mail-Adresse genau anzusehen. Ist diese unplausibel, können Sie von betrügerischen Absichten ausgehen

Beratung & Hilfe

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei Leserinnen und Lesern für die Meldungen zu betrügerischen DHL-E-Mails.)

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