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Warum Sie auf Spam nicht reagieren sollten!

Gepostet am 08.08.2013 von Watchlist Internet

Täglich werden zigtausende unerwünschte Werbesendungen an zufällig ausgewählte E-Mail-Adressen versendet. Oft wird in den E-Mails vorgegeben, dass ein Abbestellen der Werbung möglich ist. Klicken Sie nicht – meistens ernten Sie damit noch mehr Spam.

Spam ist ein unerwünschtes Phänomen im Internet: Täglich landen in den E-Mail-Postfächern dieser Welt Nachrichten mit vielversprechenden Betreffzeilen, wie zum Beispiel „hallo geschaftsvorschlag“, „Willkommen beim Blow-The-Bonus-Wettbewerb von Mummys Gold“„Buy repaintings" oder „RE: Hello, I am Mr.David Nguema Mbasogo“. Der/die Absender/in ist in der Regel unbekannt.

Wie kommen Spammer zu den E-Mail-Adressen?

Der Handel mit E-Mail-Adressen ist seit jeher ein großes Geschäft im Internet. Kaum eine E-Mail-Adresse, die neu angelegt länger als ein paar Wochen ohne Spam „überlebt“. Häufig geht es in den unerwünschten Zusendungen um Werbung, manchmal handelt es sich aber auch um betrügerische Phishing-Mails, Scams oder Hoaxes (= Fake-Warnungen). Eine Abgrenzung ist hier nicht immer so eindeutig möglich.

Manche (Gratis-)E-Mail-Anbieter sind von Haus aus „Spam-anfälliger“, da E-Mail-Adressen mit bekannter Endung einfacher im Netz gescannt werden können. Doch auch das eigene Nutzungsverhalten beeinflusst, ob man viel oder wenig Spam zugeschickt bekommt: Wer seine E-Mail-Adresse oft im Internet angibt (in Foren, Sozialen Netzwerken, bei Gewinnspielen, in Online-Shops etc.), darf sich nicht wundern, wenn diese von Spammern und/oder Internet-Betrüger/innen missbraucht wird. Ebenso kann es passieren, dass Ihr E-Mailkonto aufgrund eines unsicheren Passworts gehackt wurde und nun (ohne Ihr Wissen) zum Versenden von Werbung verwendet wird.

Ein Klick verursacht nur noch mehr Spam

Spam-Mails enthalten in der Regel zahlreiche Links. Unter anderem auch solche, mit denen die E-Mails angeblich abbestellt werden können. Da heißt es zum Beispiel: „You are receiving this message because you subscribed to or visited an EverydayHealth newsletter or product. If you no longer wish to have these exclusive offers e-mailed to [email protected], please unsubscribe from Special Offers.“

Als genervte/r Empfänger/in ist man natürlich schnell geneigt, auf den vermeintlichen Abmelde-Link zu klicken. Doch genau hier lauert der Trick: Mit Klick auf den Link registriert der/die Spammer/in, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist – die Folge: noch mehr Spam!

Ein weiterer Trick, dessen sich die Absender/innen von Spams bedienen, ist es, immer wieder E-Mails mit vergleichbaren Absender-Namen zu versenden. So heißt es einmal „Dr. OZ Newsletter“, ein anderes Mal „Dr OZ’s Newsletter“, „Dr. OZ Health“, „Dr. OZ’s Special Offer“ oder „DrOZ News“. Die dabei verwendete E-Mail-Adresse stimmt nie überein. Damit wird der Abmelde-Vorgang zusätzlich erschwert.


Spammer/innen verwenden vergleichbare Absender-Namen mit unterschiedlichen E-Mail-Adressen.

Auch der Download von Grafiken verifiziert E-Mail-Adressen

Viele Spam-Mails werden inzwischen im HTML-Format verschickt. Möchten Sie die E-Mail korrekt angezeigt haben, müssen Sie zuvor Grafikelemente herunterladen. Zack – und wieder weiß der/die Spammer/in, dass es Sie wirklich gibt! In Folge ernten Sie garantiert noch mehr Spam.

Klicken Sie also weder Links noch Grafik-Downloads in E-Mails, die Ihnen suspekt vorkommen. Sollte Ihr E-Mail-Programm E-Mails nicht von vornherein als „nur Text“ anzeigen, aktivieren Sie diese Funktion standardmäßig. Hilfe zu den Einstellungen Ihres E-Mail-Programms erhalten Sie in der Regel auf der Website des Anbieters.

Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie sich vor Spam schützen können.

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