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Der „Polizei-Virus“ geht um

Gepostet am 24.03.2014 von Watchlist Internet

Hinter dem „Polizei-Virus“ steckt eine Schadsoftware, die den Zugriff auf den Computer sperrt. Der/die Computernutzer/in soll für die Freischaltung eine „Strafzahlung“ leisten.

Auf dem Bildschirm erscheint eine angebliche Meldung der Polizei oder einer anderen staatlichen Institution. Darin wird behauptet, dass der Computer an strafbaren Handlungen (z.B. Kinderpornografie, Urheberrechtsverletzungen, Terrorismus ...) beteiligt war. Die geforderte „Strafzahlung“ soll mittels Prepaid-Karte (Ukash, Paysafecard etc.) bezahlt werden, in der Regel handelt es sich um Beträge zwischen 50 bis 100 Euro.

Beispiel eines betrügerischen Sperrbildschirms.Beispiel eines betrügerischen Sperrbildschirms, wie er bei österreichischen Internetnutzer/innen schon häufig aufgetaucht ist. Mittlerweile kursieren sehr viele Varianten an Sperrbildschirmen. (© www.bka-trojaner.de)


Eine weitere „Österreich-Variante“ eines betrügerischen Sperrbildschirms (eingesandt von einem Watchlist Internet-Leser)

Die Sperre durch die Polizei ist natürlich Quatsch – hinter dem „Polizei-Virus“ (der auch als „Lösegeld-Trojaner“ bekannt ist) steckt handfester Internet-Betrug. Das Schadprogramm wird beim Surfen auf manipulierten Websites (z.B. Streaming-Plattformen) oder beim Öffnen infizierter E-Mails bzw. Dateianhänge automatisch heruntergeladen und auf dem Computer installiert.

Weitere aufgetauchte Varianten geben vor, dass der Computer mit einem Virus befallen sei und deshalb aus Sicherheitsgründen wichtige Funktionen und Programme (Internetzugang, Anti-Viren-Software etc.) gesperrt wurden. Für die Freischaltung und die Bereinigung des Systems wird ebenfalls eine Zahlung gefordert.

Das können Sie gegen den „Polizei-Virus“ tun:

  • Bezahlen Sie auf keinen Fall! Weder Polizei, Justiz, Finanz, noch seriöse Unternehmen fordern auf diese Art und Weise Geld. Selbst wenn das System nach Bezahlung wieder freigeschalten wird (was nicht sein muss), kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn der Virus nicht entfernt wird.
  • Um die Schadsoftware zu entfernen und Ihre Daten zu retten, folgen Sie den Anweisungen auf www.botfrei.de. Dort finden Sie auch eine Bildergalerie mit unterschiedlichen Varianten von Sperrbildschirmen.
  • Wenn Sie mit dem Entfernen des Trojaners nicht selbst zurechtkommen, lassen Sie Ihren Computer von Expert/innen reparieren!
  • Führen Sie regelmäßige Updates an Ihrem Betriebssystem durch, installieren Sie eine Firewall und ein Anti-Viren-Programm und halten sie diese aktuell.
  • Führen Sie regelmäßige Updates von Programmen wie Adobe Flash Player und Java durch.
  • Löschen Sie unbekannte bzw. verdächtige E-Mails sofort, klicken Sie keine darin enthaltenen Links und öffnen Sie keine Attachments.

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