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Datendiebstahl mit gefälschter WhatsApp-Rechnung

Gepostet am 15.10.2018 von Watchlist Internet

Datendiebe versenden eine gefälschte WhatsApp-Rechnung per E-Mail. Darin behaupten sie in betrügerischer Absicht, dass Konsument/innen für den Messenger bezahlen müssen. Dazu sollen sie auf einer Website ihre Kreditkartendaten und ihren TAN-Code bekannt geben. Das führt zur Übermittlung der Informationen an Kriminelle. Dadurch verlieren Opfer ihr Geld und ihre Identität an Datendiebe.

Konsument/innen erhalten per E-Mail eine angebliche WhatsApp-Rechnung. Darin heißt es fälschlicherweise, dass ihr eigenes Konto abgelaufen sei und sie es für eine weitere Nutzung verlängern müssen:

Von: WhаtѕΑрр <fremder@musteranbieter.de>

Ηаllо (E-Mailadresse)

Αufmегκѕаmκеіt! Ihг WhаtѕΑрр Меѕѕеngег-Κоntо іѕt аbgеlаufеn:

Wеnn du dісh nісht nеu геgіѕtгіегѕt, läuft das Konto innerhalb νоn 24 Ѕtundеn аb . . .

Bitte melden Sie sich so schnell wie möglich an, um den Verlust aller Dateien zu vermeiden (Віldег, Vіdеοѕ und Gеѕсhісhtе ...)

Sie sollten diese Rechnung in den nächsten 24 Stunden bezahlen

Datum : 09.10.2018
In Rechnung gestellt :(E-Mailadresse)
Menge : 0,99 €

du аuf dеn untеnѕtеhеndеn lіnκ klісκѕt:
fremdemusterseite.com

Wie geht es weiter?

Nutzer/innen, die WhatsApp bezahlen wollen, gelangen auf eine unbekannte Website. Sie täuscht mit einem Logo des Messengers vor, dass sie offiziell ist. Auf der Website sollen Besucher/innen auswählen, für welchen Zeitraum sie das Soziale Netzwerk verlängern wollen, und den unbekannten Anbieter/innen ihre Kreditkartendaten nennen.

In einem nächsten Schritt erscheint ein Fenster, das Nutzer/innen dazu auffordert, dass sie den Betrüger/innen ihren TAN-Code nennen:

Konsument/innen, die die gewünschten Informationen bekannt geben, übermitteln ihre Kreditkartendaten an Kriminelle. Dadurch können diese Geld von ihren Opfern stehlen und unter ihrem Namen Verbrechen begehen.

Woran erkennen Sie die gefälschte WhatsApp-Rechnung?

Die Nutzung des Soziale Netzwerks WhatsApp ist kostenlos. Aus diesem Grund ist die betrügerische Rechnung bereits dadurch als unseriös zu erkennen. Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass die E-Mail nicht echt ist, ist die Absender/innen-Adresse. Sie täuscht den Absender/innen-Namen „WhаtѕΑрр“ vor, die dazugehörige E-Mailadresse <fremder@musteranbieter.de> zeigt Nutzer/innen jedoch an, dass diese Angabe falsch ist. Darüber hinaus benennt die Anrede der E-Mail lediglich die E-Mailadresse der Opfer: Seriöse Unternehmen benennen ihre Kund/innen immer direkt beim Namen. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Nachricht von Datendieben stammt, sind die zum Teil fehlerhaften Formulierungen der E-Mail: „du аuf dеn untеnѕtеhеndеn lіnκ klісκѕt“. Zu guter Letzt können Konsument/innen die Phishingmail daran erkennen, dass der in dem Schreiben genannte Link auf eine unbekannte Website führt.

Sie haben Ihre Kreditkartendaten bekannt gegeben?

n diesem Fall nehmen Sie umgehend mit Ihrem Kreditkarteninstitut Kontakt auf. Erklären Sie diesem, dass Sie auf eine betrügerische E-Mail hereingefallen und Ihre persönlichen Daten samt TAN-Code an Kriminelle übermittelt haben. Besprechen Sie mit Ihrem Gegenüber das weitere Vorgehen zur Schadensabwehr. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Sollten Sie Beratung oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an unsere Expert/innen vom Internet Ombudsmann. Die Beratung ist kostenlos. Das Anfrageformular ist der schnellste Weg, Ihre Fragen zu stellen:

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung der gefälschten WhatsApp-Phishingmail.)

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann