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Datendiebe versenden gefälschte upc.at-Mail

Gepostet am 04.02.2019 von Watchlist Internet

Kriminelle versenden eine gefälschte upc.at-Nachricht. Darin behaupten sie, dass das E-Mailpostfach von Empfänger/innen voll sei. Damit Kund/innen weiterhin Nachrichten empfangen können, sollen sie ihre Zugangsdaten auf einer gefälschten upc.at-Website nennen. Folgen sie der Anweisung, werden sie Opfer eines Datendiebstahls. Kriminelle erlangen Zugriff auf ihr E-Mailkonto und können es für Verbrechen nutzen.

UPC-Kund/innen erhalten eine vermeintliche Benachrichtigung des Unternehmens, in der es heißt, dass sie 98,9% ihres E-Mailpostfach-Speichers aufgebraucht haben. Damit sie weiterhin Nachrichten erhalten können, müssen sie ihre E-Mailadresse auf einer Website validieren:

Von: Upc.at Webmail <muster@anbieter.net>
Betreff: Sie haben 98,9% des gesamten Datenbereichs verwendet

upc.at

Guten Morgen, lieber Nutzer:

Sie haben 98,9% des gesamten Datenbereichs verwendet, der Ihrer Mailbox zugewiesen ist. Um zu vermeiden, dass einige Ihrer eingehenden Massagen in die Warteschleife geraten oder verloren gehen dauerhaft bitten wir Sie, Ihre Mailbox erneut zu validieren, um die Größe Ihrer Datenzuordnung zu erweitern,

Bitte klicken Sie auf erneut bestätige

Vielen Dank!
administrador de upc.at !

Bereits auf den ersten Blick wirkt die Benachrichtigung unseriös, da sie ein verfremdetes upc.at-Logo nutzt:

Wie geht es weiter?

Konsument/nnen, die ihr Mailbox validieren, und den Link „Bitte klicken Sie auf erneut bestätige“ öffnen, gelangen auf eine unbekannte Website. Sie täuscht vor, dass sie upc.at ist und fordert Besucher/innen dazu auf, ihre E-Mailadresse und ihr Passwort zu nennen:

UPC.at-Kund/innen, die sich auf der gefälschten Website vermeintlich in ihrem E-Mailpostfach anmelden, übermitteln ihre Zugangsdaten an Kriminelle. Dadurch erlangen Datendiebe Zugriff darauf und können Informationen über ihre Opfer sammeln. Beispielsweise ist es ihnen möglich, das E-Mailpostfach nach sensiblen Informationen oder intimen Materialien zu durchsuchen. Werden sie fündig, können sie Verbrechen unter dem Namen ihrer Opfer begehen oder es mit sensiblen Material erpressen.

Woran erkennen Sie die gefälschte upc.at-Nachricht?

Die UPC.at-Nachricht ist gefälscht und stammt von Kriminellen. Das können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • UPC.at versendet niemals E-Mails, mit denen das Unternehmen Sie auffordert, auf einer fremden Website Zugangsdaten bekannt zu geben. Das ist bei vorliegender Nachricht jedoch der Fall: „bitten wir Sie, Ihre Mailbox erneut zu validieren“.
  • Als Absendername scheint „Upc.at Webmail“ auf. Die dazugehörige E-Mailadresse „<muster@anbieter.net>“ zeigt jedoch, dass diese Angabe falsch ist und die Nachricht von Unbekannten stammt.
  • Das Schreiben weist ortographische Schwächen auf: „Um zu vermeiden, dass einige Ihrer eingehenden Massagen in die Warteschleife geraten“. Seriöse Benachrichtigungen sind lektoriert und fehlerfrei.
  • Fahren Sie mit der Computer-Maus über den Link „Bitte klicken Sie auf erneut bestätige“ zeigt Ihnen ein Hinweis an, dass er auf eine unbekannte Website führt. Sie steht in keiner Verbindung zu upc.at.
  • Loggen Sie sich manuell in Ihr upc.at-Postfach ein, stellen Sie fest, dass die in der gefälschten E-Mail gemachten Angaben falsch sind.

Sie sind auf die gefälschte upc.at-Nachricht hereingefallen?

In diesem Fall versuchen Sie, Ihre upc.at-Zugangsdaten so schnell wie möglich zu ändern. Unabhängig davon nehmen Sie telefonisch Kontakt mit dem Unternehmen auf und besprechen Sie mit UPC das weitere Vorgehen zur Schadensabwehr. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Sollten Sie Beratung oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an unsere Expert/innen vom Internet Ombudsmann. Die Beratung ist kostenlos. Das Anfrageformular ist der schnellste Weg, Ihre Fragen zu stellen:

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung der gefälschten upc.at-Phishingmail.)

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann