Zum Seiteninhalt
News

Cybercrime in Österreich Report 2013

Gepostet am 20.08.2014 von Watchlist Internet
Themen: Sonstiges

Das Bundeskriminalamt informiert darüber, welche Internetverbrechen im vergangenen Jahr begangen wurden. Es zeigt sich ein Anstieg der gemeldeten Kriminalfälle und eine Professionalisierung der Banden. Sinn und Zweck der betrügerischen Aktivitäten ist es, sich an Opfern finanziell zu bereichern.

Beliebte Formen der Internetkriminalität sind

  • der Identitätsdiebstahl,
  • die Kontrollübernahme von fremden Computern,
  • das Hacken von Webservern und
  • das Angreifen von sensibler Infrastruktur.

Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg 2013 im Vergleich zum Jahr davor um 8,6 Prozent auf insgesamt 11.199 an. Was es den kriminellen Banden erleichtert, im Internet zuzuschlagen, ist der Umstand, dass sie sich darin anonym oder unter falscher Identität bewegen können. Darüber hinaus begünstigt die leicht herzustellende Reichweite eines Betrugsversuches ihre Aktivitäten.


Cybercrime hat im Jahr 2013 im Vergleich zu 2012 zugenommen - (c) Brian A Jackson, shutterstock.com.

Beliebte Betrugsarten

  • Phishing: Kriminelle versenden gefälschte E-Mails, in denen sie sich als ein Bankinstitut ausgeben. Der/die Empfänger/in wird aufgefordert, eine Seite aufzurufen, um sensible Kontodaten bekannt zu geben. Am Ende des Tages kann mit den gewonnen Informationen das fremde Konto geleert werden. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Hacking: Verbrecher/innen verschaffen sich Zugang zu fremden Computersystemen, um diese für ihre kriminellen Aktivitäten zu nützen oder Schwachstellen aufzuzeigen.
  • Betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch: Täter/innen infizieren fremde Computer oder Smartphones mit Schadsoftware, die über Downloads, E-Mails et cetera verbreitet wird. Mithilfe der Schadsoftware spähen sie sensible Daten aus, um sich mit diesen zu bereichern.
  • Bestellbetrug: Es werden Waren bestellt, ohne dass sie bezahlt werden, oder Waren verkauft, die in Wahrheit gar nicht existieren. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Missbräuchliche Verwendung von Kreditkartendaten im Internet: Auf kriminellem Weg gewonnene Kreditkartendaten werden genutzt, um damit einzukaufen.
  • Inkassobetrug: Internet-Nutzer/innen erhalten E-Mails, in denen von angeblich nicht beglichenen Rechnungen die Rede ist. Sie sollen bezahlt werden. Weiterführende Informationen dazu finden sich angeblich in einer beigefügten Datei, die mit Schadsoftware infiziert ist. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Gewinnversprechen: Es werden unerwünschte E-Mails zugesandt, in denen behauptet wird, dass der/die Empfänger/in eine hohe Geldsumme gewonnen hat. Bis diese angeblich ausbezahlt werden kann, sind zahlreiche Kosten zu begleichen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Notfall-E-Mails: Betrüger/innen stehlen fremde E-Mail-Konten und versenden Nachrichten an im Adressbuch hinterlegte Kontakte, in denen sie einen Notfall schildern und um sofortige Geldüberweisung bitten. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Lovescam: Über das Internet täuschen Kriminelle eine Liebesbeziehung vor, um Geld von ihren Opfern zu bekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Finanzagenten: Kriminelle Banden schalten Stellenanzeigen, in denen sie ein hohes Einkommen versprechen. Alles, was getan werden muss, ist, Bankdaten bekannt zu geben. Es handelt sich um einen Geldwäschetransfer, bei dem sich auch das „Opfer“ strafbar macht. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Angriffe auf Social Media-Accounts: Verbrecher/innen rauben schlecht gesicherte Soziale Netzwerk-Profile und täuschen eine Notlage vor. Aus diesem Grund sollen Freund/innen der gekaperten Konten dringend Geld überweisen. Darüber hinaus nutzen sie die gestohlenen Profile, um das Opfer zu diskreditieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Maßnahmen zur Bekämpfung

Um die organisierte Internetkriminalität zu schwächen, wurde 2012 das Cyber-Crime-Competence-Center (C4) vom Bundesministerium für Inneres gegründet und eine umfassende Cyber-Sicherheitsstrategie erarbeitet.

Bürger/innen, die verdächtige Aktivitäten und Betrugsversuche im Internet endecken, können die Cybercrime-Meldestelle darüber informieren.

Den gesamten Cybercrime in Österreich Report 2013 mit weiterführenden Informationen finden Sie hier (PDF, 1452 KB).

Unterstützt von:

Ein Projekt der:

Internet Ombudsmann