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Betrugsversuch mit ungedecktem Scheck

Gepostet am 04.05.2017 von Watchlist Internet

Kriminelle melden sich bei Verkäufer/innen und schlagen vor, die angebotene Leistung mit einem Scheck zu bezahlen. Er fällt wesentlich höher aus, als vereinbart. Den Differenzbetrag sollen Empfänger/innen an die Kriminellen überweisen. Der Scheck ist ungedeckt, weshalb die Verkäufer/innen mit der Überweisung Geld verlieren.

In unserem Fallbeispiel melden sich Kriminelle bei Vermieter/innen von Ferienwohnungen und wollen einen Aufenthalt buchen. Sie sind mit dem verlangten Preis einverstanden und fordern die Bekanntgabe persönlicher Bankdaten:

I received your bank details but my bank needs these following details to continue the transfer.

ACCOUNT HOLDER’S NAME:
BANK ADDRESS:

Thanks for your cooperation.

Bezahlung mit Scheck

Den Mietpreis überweisen die Kriminellen per Scheck an ihre Vertragspartner/innen.

I can confirm the company’s secretary made the transfer to your bank account.

The payment should be in your bank account in next few days. As soon as you receive the money on your bank account kindly notify me immediately for acknowledgement.

When is it convenient for me to call, you considering the time difference?
Thanks for your cooperation.

Exkurs: Wie funktioniert die Bezahlung mit Scheck?

Der Scheck ist die Zahlungsanweisung von einer Person an eine andere. Die Zahlung erfolgt über Banken. Die Empfängerbank nimmt nach Prüfung der Scheck-Echtheit die Überweisung an ihre Kund/innen vor. Dabei kann die Bank die Scheck-Summe mit Vorbehalt überweisen. Das heißt, dass sie den überwiesenen Geldbetrag jederzeit wieder zurückbuchen kann, wenn sie das Geld nicht von der anderen Bank erhält. Eine weitere Möglichkeit der Scheck-Auszahlung besteht darin, dass die Bank darauf wartet, bis sie das Geld von der anderen Bank erhält. Erst dann überweist sie den Geldbetrag an die Empfänger/innen. Kriminelle können nur Erfolg haben, wenn es zu einer Bank-Überweisung mit Vorbehalt kommt.

Wie läuft der Scheckbetrug ab?

Die Kriminellen erstellen einen Scheck, der wesentlich höher ausfällt, als zwischen den Parteien vereinbart. Von ihrem Gegenüber fordern sie (aus erfundenen Gründen) die Rückerstattung des Differenzbetrags. Geschieht das, verlieren Opfer ihr Geld, denn letzten Endes stellt sich heraus, dass der Scheck ungedeckt ist, das heißt, dass es kein Guthaben in der genannten Höhe gibt. Um welche Summen es sich beim Scheckbetrug handeln kann, schreibt uns eine Watchlist Internet-Leserin:

Es handelt sich (bereits von meiner Bank geprüft) um Scheckbetrug: Anstatt der abgemachten Anzahlung via internationaler Banküberweisung von 2.000Euro, kam ein handgeschriebener Scheck ohne Absender an die Bank mit 14.000 Euro. Den hab ich gar nicht akzeptiert. Da mir ähnliche Fälle schon bekannt waren.

Erklärvideo zum Kleinanzeigen-Betrug


Alternativ
können Sie das Video auf https://vimeo.com/161727092 sehen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Akzeptieren Sie keine Bezahung per Scheck, sondern verlangen Sie von Ihrem Gegenüber eine Banküberweisung. Damit sinkt das Risiko, dass Sie das Opfer eines Verbrechens werden!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung des Fallbeispiels.)

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