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Betrug mit gefälschten E-Mails von „Amazon Payments“

Gepostet am 05.12.2013 von Watchlist Internet

Auf Kleinanzeigen-Plattformen finden sich Verkaufsanzeigen von Betrüger/innen, die die Zahlungsabwicklung über „Amazon Payments“ vorschlagen. Die E-Mails mit der Zahlungsaufforderung sind jedoch gefälscht, das Geld fließt direkt an den/die Verkäufer/in. Vorsicht ist geboten!

Aktuell erhalten Privatpersonen, die Produkte auf Kleinanzeigen-Plattformen kaufen möchten (z.B. Fotokameras, Smartphones), von vermeintlichen Verkäufer/innen die Aufforderung, den Geldbetrag an die Firma „Amazon Payments“ zu überweisen. Wortwörtlich heißt es in einem sehr fehlerhaft verfassten Schreiben:

Amazon Payments bedarf die Zahlung für die Bestellung, die durch Bankkonto. Die Zahlung wird an unseren Vertreter zugesandt. Sobald die Zahlung bestätigt und geprüft ist, wird die Bestellung automatisch unter Ihrem Konto Amazon.de erscheinent. Bitte folgen Sie den Anweisungen, um die Transaktion sicher abzuschliessen. Der Fonds wird dem Verkäufer unter keinen Umständen freigegeben bis der Käufer die Ware erhält. Unser Vertreter wird die Zahlung halten bis Sie bestätigen dass Sie erhalten, geprüft haben und Sie einverstanden sind, die zugekauften Produkte zu halten. Erst wenn Ihre Bestätigung erhalten, wird unser Vertreter können, dem Verkäufer den Fonds umzulegen.

Das in der Zahlungsaufforderung angegebene Konto befindet sich im Ausland:

 
Eine betrügerische „Amazon Payments“-Zahlungsaufforderung

Achtung!

Bei den E-Mails handelt es sich um Fälschungen, die in Wirklichkeit nicht von Amazon bzw. Amazon Payments abgeschickt werden! Die Betrüger/innen versuchen, mit dem bekannten Namen „Amazon“ Seriosität zu vermitteln und Kund/innen zu gefährlichen, weil für immer verlorenen Geldüberweisungen auf ihr privates Konto(!) zu bewegen. Wird das Geld tatsächlich überwiesen, ist der Schaden angerichtet: Es ist für immer weg!

Vorsicht ist umso mehr geboten, weil die Betrüger/innen ihr Unwesen auch auf dem „Amazon Marketplace“ treiben. Mit einer nicht mehr über Amazon geführten Kommunikation gehen sie mit der gleichen Betrugsmasche vor.

Informationen zum Treuhandbetrug

Beim Treuhandbetrug agieren die Betrüger/innen mithilfe eines nicht existierenden (Logistik-)Unternehmens, das angeblich den Transport der Ware und die Zahlungsabwicklung übernimmt. Sobald das Geld überwiesen wird, soll die Ware versendet werden. E-Mails und Website des (Logistik-)Unternehmens sind jedoch gefälscht, das Geld geht direkt an den/die vermeintliche/n Verkäufer/in. Die gekaufte Ware wird nie ausgeliefert, eine Rückbuchung ist nicht möglich. Den Opfern bleibt nur eine Betrugsanzeige bei der Polizei, allerdings ist die Verfolgung der zumeist ausländischen Betrüger/innen leider relativ aussichtslos.

(Dieses Fallbeispiel wurde von einem Watchlist Internet-Leser gemeldet.)

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