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News

Betrug bei PKW-Verkäufen

Gepostet am 13.12.2017 von Watchlist Internet

Wer sein Privatfahrzeug im Internet los werden möchte, kann dieses schnell und unkompliziert verkaufen. Doch auch Kriminelle versuchen online zum schnellen Geld zu kommen und versuchen, Ihnen über gefälschte Bankinstitute und Anzahlungen ins Ausland das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ein aufmerksamer Watchlist-Leser bietet auf einer bekannten Kleinanzeigen-Plattform sein Auto zum Verkauf an. Er wird daraufhin von einem vermeintlichen Interessenten per SMS informiert, dass sich dieser für den Kauf des Wagens interessiert. Nachdem unser Leser mit dem Interessenten Kontakt aufgenommen hat, stellt sich heraus, dass dieser aus dem Ausland ist und das Fahrzeug deshalb von einem Transportunternehmen abgeholt werden soll. Die anfallenden Kosten übernimmt der Käufer laut eigenen Angaben gerne und überweist deshalb vermeintlich den Kaufpreis plus Transportkosten an den Verkäufer.

Hello Friend,

I have just completed the payment via PayPal. A total amount of €7,600.00 EUR was sent, €6,400.00 EUR for the car and the extra €1,150.00 EUR for the shipping charges and €50.00 EUR for the western union charges am sure you notice that, which you will be sending the €1,150.00 EUR to the address below via western union. I will advice you to check your inbox or spam mail of junk am sure you will find the PayPal confirmation email in one of those box and below also is the shipping agent details of address where you will be sending the shipper fee money to: […]

Verkäufer wird zum Opfer

Der Käufer besteht darauf, die Zahlung über PayPal abzuwickeln. Der Verkäufer erhält eine gefälschte E-Mail von PayPal, in der der Zahlungseingang bestätigt wird. Der überwiesene Betrag übersteigt jedoch den vereinbarten Kaufpreis deutlich. Die Differenz wird in einer E-Mail vom Interessenten erklärt: Es handle sich dabei um die Kosten für den Transport. In dem Schreiben weist der Käufer unseren Leser an, die Transportkosten via Western Union nach Nigeria zu senden. Er befolgt die Anweisungen nicht und verlor so auch kein Geld, aber leider fallen viele auf diese Art von Betrug herein.

Der Betrugsversuch

Selbstverständlich sind sämtliche von dem vermeintlichen Verkäufer gemachten Angaben erfunden. In Wahrheit handelt es sich um Kriminelle, die auf PKW-Angebot eingehen und unter Vorspielung falscher Tatsachen versuchen, an das Geld der Verkäufer zu kommen.

So i want you to know that you are not sending anything to me because PayPal will be the one to handle the payment,So go ahead and deposit the excess money in western union and then get back to PayPal and not me with the (MTCN) and the senders name and address, then your money will be remitted immediately into your account..so i will like to know when you have get back to PayPal with the detail .. just keep me update...

Erklärvideo zum Kleinanzeigen-Betrug

Alternativ können Sie das Video auf https://vimeo.com/161727092 sehen.

Schlussbemerkung

Beim typischen Kleinanzeigen-Betrug gibt der Käufer vor, im Ausland zu sein. In unserem Fallbeispiel schreibt der Käufer, er möchte den Transport über eine nigerianische Firma abwickeln. Dass im Falle eines betrügerischen Autoverkaufs keine Bezahlung erfolgt und die Verbrecher/innen hinter der gefälschten „Western Union-“ bzw. Paypal-Website stecken, ist traurige Tatsache.
Sollten Sie Opfer solch eines Betruges geworden sein, bleibt Ihnen nur noch die Anzeige bei der Polizei.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung des Fallbeispiels.)

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