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Betrügerisches Gewinnversprechen per SMS

Gepostet am 15.06.2016 von Watchlist Internet

Handy-Benutzer/innen erhalten auf ihrem mobilen Endgerät die Nachricht: „SONY: Congratulations! You have won € 1,905,555.00 with winning code 7GWX16-SP. Send email for more details and to claim your prize: scxxxxxxx@gmail.com“. Sie sollen sich bei der E-Mailadresse melden, dem Gegenüber persönliche Daten bekannt geben und Geld überweisen. Einen Gewinn gibt es dafür nicht.


Eine angebliche SMS von Sony, die über einen Gewinn informiert.

Die in der SMS genannte E-Mailadresse ist bereits ein Hinweis darauf, dass es sich um eine unseriöse Gewinnzusage handelt. Das können Sie daran erkennen, dass sie auf „@gmail.com“ endet und keinen Bezug zu dem Unternehmen Sony hat.

Was passiert?

Sie erhalten von Ihrem Gegenüber ein Formular, in dem Sie persönliche Informationen, wie zum Beispiel den Vor- und Nachname, die Anschrift oder die Bankverbindung, bekannt geben sollen. Nach Übermittlung des gewünschten Dokuments an die Unbekannten führen diese Argumente ins Treffen, weshalb Sie Vorabzahlungen leisten sollen. Dabei kann es sich beispielsweise um angblich zu begleichende Notar-, Anwaltskosten oder Steuerabgaben handeln. Die Bezahlung der von Ihnen geforderten Summen sei angeblich notwendig, um Ihnen den Gewinn auf Ihr Konto auszahlen zu können. Die Aufforderungen, dass Sie Geld überweisen sollen, erfolgt so lange, bis Sie bemerken, dass Sie Opfer eines Verbrechens wurden und keine weiteren Zahlungen mehr leisten. An dieser Stelle brechen die Kriminellen jeden Kontakt zu Ihnen ab.

Woran erkennen Sie den Betrugsversuch?

  • Es gibt kein Gewinnspiel von Sony, in dem Teilnehmer/innen die Summe von € 1,905,555.00 gewinnen können.
  • Der Text der SMS ist auf Englisch erfasst, die Kurzmitteilung ergeht jedoch an deutsprachige Personen.
  • Empfänger/innen sollen eine E-Mailadresse kontaktieren, um Ihren Gewinn zu beanspruchen. Das ist ein Hinweis auf den Vorschussbetrug. Mehr zu diesem lesen Sie hier.

Welche Risiken gibt es?

  • Durch die Bekanntgabe von persönlichen Daten an Kriminelle besteht die Gefahr, dass diese unter Ihrem Namen Verbrechen begehen. Das bedeutet für Sie, dass Sie beispielswesie Zahlungsaufforderungen von Inkassobüros aufgrund nicht beglichener Forderungen erhalten oder die Polizei Sie vernehmen will.
  • Das Geld, das Sie ins Ausland überweisen, ist für immer verloren.

Sie wurden Opfer?

In diesem Fall ist es am besten, wenn Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrer Bank aufnehmen, dieser den Sachverhalt schildern und darum ersuchen, das Geld rückbuchen zu lassen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, wenn Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Ignorieren Sie Nachrichten, in denen Ihnen Unbekannte einen hohen Gewinn versprechen, dafür jedoch die Bekanntgabe persönlicher Informationen und die Bezahlung von Steuern oder Gebühren für die Auszahlung fordern!
 

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

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