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Betrügerische Mail im Namen der Volksbank unterwegs

Gepostet am 29.09.2021 von Watchlist Internet

Derzeit werden massenhaft betrügerische Phishing-Mails im Namen der Volksbank verschickt. Angeblich wurde eine „irrtümlich ausgeführte Überweisung“ gesperrt. Um das Online-Banking wieder korrekt verwenden zu können, müssen sich die EmpfängerInnen einloggen und Ihre Kontaktdaten bestätigen. Machen Sie das auf keinen Fall, denn die Kriminellen versuchen so an Ihre Zugangsdaten und an Ihr Geld zu kommen!

BetrügerInnen geben sich als Volksbank aus und fordern Sie per Mail auf, sich in Ihr Online-Banking einzuloggen. In einem nächsten Schritt sollen Sie einen an Sie zugesandten „Stornierungscode“ eingeben. Achtung: Dadurch überweisen Sie zusätzlich noch Geld an die Kriminellen.   

Was steht in der E-Mail?

Folgende E-Mail wird derzeit willkürlich an zahlreiche EmpfängerInnen verschickt:

Von: Volksbank <[email protected]>

Betreff: Aus Sicherheitsgründen hat unser System eine irrtümlich ausgeführte Überweisung gesperrt

Sehr geehrter Kunde,

Aus Sicherheitsgründen hat unser System eine „irrtümlich ausgeführte Überweisung“ gesperrt. Dies geschieht selten, da die Überweisung in der Regel automatisch gesperrt wird. Um jedoch mit der Kündigung fortfahren zu können, müssen wir Ihr Konto verifizieren, um eine korrekte Verwendung sicherzustellen, um den Kündigungsprozess abzuschließen.

Bitte folgen Sie den Anweisungen:

1. Klicken Sie auf „Online Banking“ und loggen Sie sich ein, um das Kündigungsformular aufzurufen.

2. Bestätigen Sie Ihre Handynummer/ E-Mail und aktivieren Sie das Kontrollkästchen, bevor Sie das Formular bestätigen.

3. Die Details der Überweisung werden Ihnen mit dem Stornierungscode in der App oder per SMS zugesandt, bitte geben Sie den Code der erhaltenen Stornierung ein.

Beschrifteter Button: Stornierung einer Überweisung

Was passiert, wenn Sie der Aufforderung folgen?

Wer auf „Stornierung einer Überweisung“ klickt, landet auf einer nachgeahmten Webseite der Volksbank.

Wenn Sie weiter auf Online-Banking klicken, kommen Sie auf eine Seite, auf der Sie Ihre Zugangsdaten eingeben sollen.

Wer hier die geheimen Daten eingibt, übermittelt diese direkt an die Kriminellen.

Damit jedoch nicht genug: Zusätzlich werden Sie aufgefordert, die Handynummer oder die E-Mail-Adresse zu bestätigen. Anschließend wird ein angeblicher „Stornierungscode“ zugesandt, der in ein Formular eingegeben werden muss. Wir gehen davon aus, dass es sich bei diesem „Stornierungscode“ um eine TAN handelt, durch die Sie eine Überweisung freigeben. Die Kriminellen kommen so nicht nur an Ihre Daten, sondern auch an Ihr Geld!

Woran können Sie den Betrug erkennen?

  • Unpersönliche Anrede: Sie werden nur mit „Sehr geehrter Kunde“ angesprochen
  • Sinnlose Absender-Mail-Adresse: Auch wenn in der Absenderzeile („Von“) „Volksbank“ zu lesen ist, bedeutet dies nicht, dass die E-Mail auch von der Volksbank ist. Sehen Sie sich daher immer auch die dazugehörige Mail-Adresse an. In diesem Fall lautet die Mail-Adresse [email protected] Mit der Volksbank hat das nichts zu tun.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: Oftmals finden sich in solchen Mails zahlreiche Grammatik- oder Rechtschreibfehler. In diesem Fall gibt es zwar keine Rechtschreibfehler, allerdings ergeben die Sätze inhaltlich keinen Sinn.
  • Nachgeahmte Webseite: Im Mail befindet sich ein Link, der Sie auf eine nachgeahmte Webseite führt. Wie bei der E-Mail-Adresse auch, sollten Sie die Webadresse dieses Links genau überprüfen. So merken Sie, dass Sie sich nicht auf volksbank.at, sondern auf alfmabi.com befinden.

 

Sie sind in die Falle getappt?  

Wenn Sie sich eingeloggt und die TAN eingegeben haben, ist Ihr Geld wohl verloren. Kontaktieren Sie trotzdem Ihre Bank und schildern Sie Ihre Situation. Außerdem sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

 

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei den LeserInnen für die Meldung der betrügerischen Volksbank-Mail.)

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