Betrügerische Heizshops - Vorsicht vor pelletor.at
Mit den fallenden Temperaturen steigt für viele Haushalte auch der Bedarf an Holzpellets. Doch bei einigen Online-Angeboten ist Vorsicht geboten: Denn beim Einkauf in Fake-Shops wie pelletor.at verheizen Sie am Ende nur Ihr Geld.
Beispiel pelletor.at
Beim Aufrufen der Website erscheint sofort eine Funktion, bei der man durch Eingabe der Postleitzahl verfügbare Angebote erhält.
Danach werden verschiedene Heizprodukte angezeigt – angeblich ENplus A1 (die höchste Klasse) zertifiziert. Zusätzlich wird ein Frühbuchervorteil beworben, bei dem die Hälfte des Kaufpreises im Voraus zu zahlen ist.
Testweise entscheiden wir uns für eine Palette der ECO-Linie. Anschließend werden Adressdaten und Lieferpräferenzen abgefragt. Danach folgen mehrere Zahlungsoptionen, wobei Vorkasse mit 2 % Rabatt beworben wird. Wir wählen PayPal. Doch untypischerweise öffnet sich – anders als üblich – keine PayPal-Seite. Stattdessen erhalten wir nur eine Bestellbestätigung per E-Mail.
In unserem Test wurde unsere Bestellung storniert. Allerdings wurde uns von den Melder:innen berichtet, dass sie eine französische IBAN erhielten, auf die sie eine Anzahlung von 50 % leisten sollten.
Fake-Shop Warnung auf pelletor.at
Besonders dreist: Auf der Website gibt es sogar eine eigene Seite, die vor Fake-Shops warnt. Das soll Vertrauen schaffen. Gleichzeitig kann es dazu führen, dass man bei einer Suche nach dem Shop zusammen mit „Fake-Shop“ zuerst auf diese Seite stößt – und nicht auf echte Warnungen.
Lassen Sie sich nicht von den Angaben auf der Website täuschen. Wer in diesem Online-Shop einkauft verliert am Ende sein Geld!
Echtes Schnäppchen oder Fake-Shop?
Leider lauern im Internet zahlreiche Fake-Shops, die Heizprodukte anbieten. Achten Sie bei der Suche daher unbedingt auf diese Anzeichen:
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Günstige Preise
Ein zentrales Alarmzeichen sind deutlich zu niedrige Preise. Auch bei pelletor.at liegen diese weit unter dem Marktdurchschnitt: Eine Palette Holzpellets (975 kg) kostet normalerweise rund 500 Euro. Auf der Website wird sie für nur 239,99 Euro angeboten. -
Buttons nicht klickbar
Die Seiten wirken auf den ersten Blick professionell, sind aber oft schlampig umgesetzt. Logos sind nur als Bild eingefügt, mehrere Info-Buttons lassen sich nicht anklicken. -
Fehlendes Impressum
Im deutschsprachigen Raum ist ein Impressum Pflicht. Fehlt es oder ist es unvollständig, spricht das für einen unseriösen Anbieter. In diesem Fall gibt es zwar einen Link zum Impressum, aber keine echten Firmenangaben. Die vermeintlichen Firmenangaben in der Bestellbestätigung stammen von einer Firma, die nicht mit Heizholz handelt – ein klarer Fall von Impressumdiebstahl. -
Nach Erfahrungsberichten suchen
Geben Sie die Webadresse in eine Suchmaschine ein. Häufig finden sich bereits Warnungen. Finden Sie gar nichts, sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein – für ein etabliertes Unternehmen ist das ungewöhnlich. -
Zahlungsmethoden
Fake-Shops setzen oft auf Vorkasse, etwa per Überweisung oder Kreditkarte. Andere Zahlungsarten werden zwar manchmal angezeigt, funktionieren aber in vielen Fällen nicht oder führen ebenfalls zur Vorauszahlung.
Mich hat es erwischt – was kann ich tun?
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Versuchen Sie, Ihr Geld zurückzubekommen: Kontaktieren Sie Ihr Kreditkarteninstitut oder Ihre Bank und fragen Sie nach Rückbuchungsmöglichkeiten – auch wenn die Chancen oft gering sind.
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Erstatten Sie außerdem Anzeige bei der Polizei. Kriminelle werden nur verfolgt, wenn eine Anzeige vorliegt.