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Betreff: Gewinn bringende Nebenarbeit !

Gepostet am 14.08.2013 von Watchlist Internet

Ein beliebter Trick im Internet ist es, lukrative Jobangebote per E-Mail zu versenden. Bemerkenswert an den Stellenbeschreibungen ist der geringe Arbeitsaufwand, der mit einem unverhältnismäßig guten (Spitzen-)Verdienst einhergeht. Schelm, wer dabei Böses denkt, oder nicht … ?

Das Internetzeitalter macht es möglich: War es früher üblich, sich auf der Suche nach einem Job bei Unternehmen zu bewerben, kommen heutzutage Stellenangebote ohne Arbeits- und Zeitaufwand als E-Mail in das Postfach von Internetnutzer/innen. Ein Blick auf das Schreiben klingt auf den ersten Blick sehr vernünftig, gilt es doch bei der in Aussicht gestellten Arbeit sehr wenig zu tun, dafür jedoch umso mehr zu verdienen. Endlich ein Leistungsverhältnis, das sich sehen lassen kann!

Das Stellenangebot


Eine der aktuell kursierenden E-Mails, die Geldwäscherei als Nebenjob anbieten. Guter PR-Coup!

Wie wohlwollend die Absender/innen des Jobangebotes es meinen, zeigt bereits die Überschrift: Günstiger Nebenjob für Dich!In einem Monat können leicht 4.000 – 8.000 Euro dazu verdient werden, ohne dass ein bereits vorhandener Job aufgegeben werden muss. Der Arbeitsaufwand wird mit zwei bis drei Stunden ein bis zweimal pro Woche angegeben. Werden jeweils die schlechtesten Bedingungen herangezogen, steht ein Arbeitsaufwand von sechs Stunden pro Woche, viermal im Monat an. Dafür gibt es im schlechtesten Fall 4.000 Euro. Umgerechnet auf den Stundenlohn ergibt das 166,66 Euro pro Stunde. Für einen Nebenjob klingt das sehr vernünftig. Was zu tun ist, wird in den aktuell versendeten "Nebenjob-E-Mails" erklärt und klingt leicht:

Deine Tätigkeit wird darin bestehen:

Wir senden auf Dein Konto in der Bank eine Geldanweisung in Höhe von 2.000,00 bis 8.000,00 Euro

Sobald die Geldanweisung auf Dein Bankkonto eingegangen ist, hebst Du bares Geld ab.

Du hast schon 400,00 - 1.600,00 Euro verdient! - 20 % von der Geldanweisung kannst Du für Dich behalten!Die restlichen 80 % von dem Überweisungsbetrag übermittelst Du uns.

Wir führen die nächste Geldanweisung auf Dein Konto in der Bank durch.

Besondere Qualifikationen oder persönliche Eigenschaften sind bei diesem Job nicht gefragt. Endlich. Schöne neue Welt!

So einfach ist es nicht!

Das in den aktuell kursierenden E-Mails gemachte Stellenangebot ist krimineller Natur. Die darin beschriebene Tätigkeit beschreibt das strafbare Verhalten der Geldwäscherei: Auf illegalem Weg erworbenes Geld soll auf ein unverdächtiges Konto überwiesen werden. Wird es dort abgehoben, findet es seinen Eingang in den legalen Zahlungsverkehr. Sein krimineller Hintergrund ist dadurch nicht mehr ersichtlich. Letzten Endes stellt der vermeintliche Nebenjob also nichts anderes als die Unterstützung von kriminellen Organisationen dar.

Aus diesem Grund rät die Watchlist Internet dringen davon ab, auf diese "Jobangebote" einzugehen, denn wer sich darauf einlässt, macht sich strafbar. Zu empfehlen ist es, wie so oft im Internet, die E-Mail einfach zu löschen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite!

Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Scams schützen können.

Lesen Sie hier, was Sie tun können, wenn Sie bereits auf einen Scammer/eine Scammerin hereingefallen sind.

(Dieses Fallbeispiel wurde von Watchlist Internet-Usern gemeldet.)

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