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Beihilfe zur Geldwäscherei für die VRHL OÜ

Gepostet am 20.01.2016 von Watchlist Internet

Die VRHL Gruppe bewirbt Stellenangebote, in denen sie Adressat/innen für wenig Arbeit einen hohen Lohn verspricht. Dafür sollen diese lediglich ein Bankkonto zur Verfügung stellen und Geld ins Ausland überweisen. Bei der Tätigkeit handelt es sich um Beihilfe zur Geldwäscherei. Arbeitnehmer/innen machen sich strafbar.

Die Website vrhl-group.com.

In einer „(d)etaillierte(n) Beschreibung der Arbeit!“, die die Kriminellen unter der Firmenbezeichnung VRHL OÜ bereitstellen, heißt es: „VRHL OÜ ist eine moderne, wachstumsstarke Firma, die einen hohen Lohn und flexibles Eingehen auf jeden Kunden anbietet. In der deutschen Filiale von unserer Firma arbeiten erfolgreich mehr als 200 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Steueroptimierung.“

Wichtiger Hinweis: In Estland gibt es eine Gesellschaft mit dem gleichen Namen. Sie steht in keinem Zusammenhang mit der hier beschriebenen Tätigkeit. Es sind Kriminelle, die ihre Bezeichnung für Verbrechen nutzen.

Die Behauptung, dass die Arbeit Steueroptimierung darstellt, ist falsch, denn die Verbrecher/innen verfolgen das Ziel, durch illegale Tätigkeiten erworbenes Geld in den regulären Geschäftsverkehr zu bringen.

Beschreibung der Tätigkeit

Dabei sollen Interessent/innen helfen, indem sie nachfolgende Anweisungen befolgen:

1. Ich rufe Sie an und wir vereinbaren mit Ihnen den Betrag der Überweisung und den Zeitpunkt, wann wir unsre Zusammenarbeit beginnen.
2. Unsere Finanzabteilung überweist das Geld auf Ihr Konto und wir teilen lhnen per e-Mail oder telefonisch die Daten der Überweisung mit.
3. Nachdem das Geld Ihrem Konto gutgeschrieben wurde, geben Sie mir Bescheid darüber per e-Mail oder telefonisch. Sie gehen zu Ihrer Bank und heben den überwiesenen Betrag bar ab.
4. Sie nehmen Ihre Provision von dem überwiesenen Betrag, z.B. wenn Sie 5000 Euro auf Ihr Konto überwiesen bekommen haben, behalten Sie 1000 Euro für sich selbst. Sobald Sie das Geld abgehoben haben, rufen Sie mich an und bestätigen, dass das Geld in lhren Händen ist
5.  Sie transferieren uns 80 Prozent des überwiesenen Betrags per Western Union oder Money Gram.

Geldtransfer ins Ausland

Im Detail erklären die Kriminellen den Finanztransfer, wie folgt:

1. Ich schicke Ihnen eine SMS mit den Daten des Empfängers der Überweisung.

2. Sie gehen zur nächsten Western Union oder Money Gram Filiale, um 80 Prozent von dem erhaltenen Betrag zu überweisen (wie im oben beschriebenen Beispiel 4000 Euro). Sie tragen die Daten des Empfängers der Überweisung, die ich Ihnen per sms mitgeteilt habe, ins Formular ein, übergeben dem Mitarbeiter das Geld (in dem Fall 4000 Euro) für die Überweisung plus die Gebühr für den Western Union Transfer (die Gebühr für die Überweisung hängt von dem überwiesenen Betrag ab und liegt zwischen 5 und 7 Prozent). Sie erhalten eine Kopie des Formulars, worauf die Kontrollnummer der Überweisung (MTCN) ersichtlich ist.

3. Sobald Sie die Transaktion durchgeführt haben, rufen Sie mich an, bestätigen, dass alles erledigt ist und teilen mir die Daten der Überweisung mit.

4. Dann schicken Sie uns die Daten der Überweisung per e-Mail (es wäre sehr gut, wenn Sie technische Möglichkeit hätten, ein Foto oder eine eingescannte Kopie des Formulars uns per e-Mail zu schicken.

Für Arbeitnehmer/innen, die sich auf dieses Angebot einlassen, ergeben sich zahlreiche Schwierigkeiten, denn sie leisten Beihilfe zur Geldwäscherei. Damit machen sie sich strafbar und haben mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

  • Ignorieren Sie angebliche Schreiben der VRHL OÜ, die Ihnen ein hohes Einkommen versprechen. Denn bei der zu verrichtenden Tätigkeit handelt es sich um Beihilfe zur Geldwäscherei
  • Übermitteln Sie keine persönliche Daten an Ihr Gegenüber (- verlangt wird der Name, das Geburtsdatum, die Telefonnummer, die Anschrift und die Bankdaten), denn Ihre Informationen ermöglichen es Kriminellen, Ihre Identität anzunehmen und unter fremden Namen Verbrechen zu begehen.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung des Arbeitsangebots.)

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