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„B2B-Abzocke“ mit Küchengeräten

Gepostet am 23.07.2014 von Watchlist Internet

Die B2B Technologies Chemnitz GmbH, eine bekannte „Abzocke“-Firma, bereitet vielen Österreicher/innen Kopfzerbrechen. Der Grund: Rechnungen und Mahnungen für die Anmeldung auf einem „B2B-Handelsportal“. Die über Facebook versprochenen Produkte, wie aktuell zum Beispiel günstige Küchengeräte, gibt es jedoch nicht.


Beispiel: Das Unternehmen wirbt mit Küchengeräten zu unglaublich niedrigen Preisen (Ausschnitt der Website www.discount-restposten.de; Screenshot: 19.07.2014)

Konsument/innen werden gezielt über Facebook-Werbung angelockt

Derzeit häufen sich die Beschwerden von österreichischen Konsument/innen, die auf Websites wie www.discount-restposten.deoder lagerwaren-im-fokus.de günstige Küchengeräte erstehen wollten. Für den angeblichen „Küchengeräte Lagerverkauf“ wird massiv auf Facebook geworben, die Werbeanzeigen richten sich gezielt an Privatkonsument/innen. Das ist ein wesentliches Detail, denn im späteren Verlauf der Abzocke, versucht sich die dahinterstehende Firma B2B Technologies Chemnitz GmbH herauszureden, indem behauptet wird, das Angebot sei nur für Geschäftskunden gültig.


Beispielanzeige auf Facebook für den angeblichen „Küchengeräte Lagerverkauf“ (Screenshot: 19.07.2014)


Beispielanzeige auf Facebook für den angeblichen „Küchengeräte Lagerverkauf“ (Screenshot: 19.07.2014)

Ein „teures“ Anmeldeformular

Über einen Klick auf die vielversprechenden Facebook-Werbeanzeigen kommt man auf eine Handelsplattform (z.B. www.discount-restposten.deoder lagerwaren-im-fokus.de), die bis zu 90% Ersparnis verspricht. Klickt man auf eines der beworbenen Produkte, gelangt man nicht etwa zur Produktbeschreibung, sondern wird auf ein Anmeldeformular weitergeleitet:


Anmeldeformular auf www.discount-restposten.de: Derzeit werden für die Anmeldung 240 Euro jährlich bei einer Vertragslaufzeit von 2 Jahren verlangt! (Screenshot: 02.07.2014)

Keine Waren, dafür eine Rechnung!

Viele Konsument/innen geben ihre Daten ein und klicken auf den Button „Jetzt kaufen“, um, wie sie glauben, die auf Facebook bzw. auf der Website beworbenen, günstigen Produkte kaufen zu können. Die im Fließtext versteckten Kostenhinweise (in unserem Beispiel in der rechten Seitenspalte) werden von den Nutzer/innen meist übersehen.

Was folgt sind hohe Rechnungen für einen nie gewollten und nach unserer Einschätzung praktisch wertlosen „Zugang zum B2B-Handelsportal“. Dafür sollen 240 Euro pro Jahr für eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren bezahlt werden.

Auch nach erfolgter Anmeldung können die beworbenen Angebote nicht gekauft werden!

Achtung, nicht zahlen!

Laut Einschätzung des Internet Ombudsmann entsteht für die Konsument/innen aufgrund der unlauteren Praktiken und mangels ausreichend sichtbarer Preiskennzeichnung keine Zahlungspflicht! Dies sehen auch, wie Sie etwa hier und hier lesen können, deutsche Gerichte meist nicht anders.

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