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Augen auf beim Autokauf im Internet!

Gepostet am 16.01.2014 von Watchlist Internet

Beim Autokauf setzen immer mehr Menschen auf Gebrauchtwagen. Das Internet ist bei der Suche nach dem passenden Gefährt Anlaufstelle Nummer eins. Aber Vorsicht: Unter seriösen Angeboten tummeln sich auch betrügerische Inserate!

Über das Internet einen ordentlichen und zugleich günstigen Gebrauchtwagen zu bekommen – darauf hoffen viele. Aber Vorsicht: Unter seriösen Angeboten tummeln sich auch betrügerische Kleinanzeigen! (c) Helder Almeida - shutterstock.com

Mit welchen Betrugsmaschen Käufer/innen beim Autokauf über das Internet abgezockt werden, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Der Vorkasse-Trick

Der/die vermeintliche Verkäufer/in besteht auf die Bezahlung per Vorkasse via Geldtransfer (z.B. Western Union, MoneyGram). Er/sie bietet diese Möglichkeit als einzigen Zahlungsweg an. Als Argument dafür wird oft ein Aufenthalt im Ausland angeführt.

Die Folge: Trotz Überweisung des Geldes wird die Ware nicht zugestellt. Auf Nachfrage reagiert der/die vermeintliche Verkäufer/in mit unterschiedlichen Ausreden, um das Ausbleiben zu rechtfertigen (die Ware konnte nicht zugestellt werden, die Adressangabe war falsch, es gibt Verzögerungen beim Transportunternehmen etc.). Nach einigen Tagen oder Wochen wird nicht mehr auf E-Mails bzw. Rückfragen reagiert. Via Geldtransfer geleistete Zahlungen können nicht rückgebucht werden, das Geld ist also weg.

Der Treuhandbetrug

Der/die vermeintliche Verkäufer/in gibt einen Wohnsitz im Ausland an. Er/sie schlägt vor, das Geschäft über ein angeblich neutrales Speditions- bzw. Logistikunternehmen abwickeln zu lassen. Dieses soll sowohl den Transport der Ware übernehmen als auch als Treuhänder für die Zahlung auftreten. Der/die Verkäuferin verspricht, die Ware dem Speditionsunternehmen zu übergeben, sobald Sie das Geld an dasselbe Speditionsunternehmen überwiesen haben.

Die Folge: E-Mails und Website des Speditionsunternehmens sind gefälscht, das angebliche Unternehmen gibt es gar nicht. Das Geld fließt direkt an den/die vermeintliche/n Verkäufer/in. Die gekaufte Ware wird nie ausgeliefert, eine Rückbuchung der Zahlung ist nicht möglich.


Beim „Treuhandbetrug“ sind Websites und E-Mails der vermeintlichen Speditionsunternehmen gefälscht. Oft sind Website-Design und Sprache sehr ähnlich wie in diesem Beispiel (siehe Screenshot oben).

Der Liquiditätsbetrug

Der/die Verkäuferin schlägt vor, Western Union als Treuhandservice zu nutzen. Interessent/innen werden aufgefordert, Geld an Familienmitglieder oder gar an sich selbst zu schicken. Auf diese Weise soll die Liquidität des Käufers/der Käuferin überprüft werden. Die Betrugsopfer werden dabei dazu gebracht, Details zur Transaktion preiszugeben.

Die Folge: Mit den Details zur Transaktion sowie einem gefälschten Identitätsnachweis gelangt der/die Betrüger/in an den Geldbetrag. Die gekaufte Ware wird nie ausgeliefert, das Geld ist weg. Western Union bietet gar keinen Treuhandservice an.

Hilfe für Betrugsopfer

Sollten Sie Opfer einer der hier genannten Betrugsmaschen geworden sein, erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der Polizei.

Falls Sie verdächtige Handlungen im Zusammenhang mit Western Union feststellen, können Sie sich zusätzlich an das Western Union-Sicherheitsteam unter spoofwesternunioncom bzw. 00800 264 38750 wenden.


Lesen Sie hier
, wie Sie sicher auf Kleinanzeigen-Plattformen kaufen.

Dieser Artikel enthält Informationen mit Stand 16.01.2014. Die Inhalte wurden zum Teil von Western Union zur Verfügung gestellt.

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