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Anmeldegebühr auf b2b-beschaffungsplattform.de ohne Gegenwert

Gepostet am 29.09.2014 von Watchlist Internet

In zahlreichen Artikeln hat die Watchlist Internet über die „B2B-Abzocke“ der „B2B Technologies Chemnitz GmbH“ berichtet. Mit mehreren durchgeführten „Testeinkäufen“ kann nun belegt werden, dass es keine angemessene Leistung für die Anmeldegebühr in Höhe von 240 Euro gibt.

Anmerkung: Im Verlauf der Untersuchung kam es auf „B2B-Beschaffungsplattform.de“ zu einigen Änderung im Design. Aus diesem Grund sind die gezeigten bildlichen Darstellungen zum Teil nicht einheitlich.

Am Anfang steht die Werbung

Zunächst ist die Watchlist Internet über einen gesponserten Beitrag auf Facebook mit dem Zwischenlink „sonderposten-ab-werk.de“ auf die Website „just-lagerwaren.de“ gestoßen.


Auf Facebook wurde mit günstigem RedBull geworben.

Auf „just-lagerwaren.de“ registrierte sich die Watchlist Internet und wurde kurze Zeit später mit einer Mahnung zur Zahlung von 240 Euro konfrontiert. Die geforderte Geldsumme wurde beglichen, weshalb die Watchlist Internet Zugangsdaten für die Website „b2b-beschaffungsplattform.de“ erhhielt.


Die Website „b2b-beschaffungsplattform.de“ (Screenshot vom 03.07.2014).

Der erste Testeinkauf

Über „b2b-beschaffungsplattform.de“ ist die Watchlist Internet auf das Angebot „Polo Ralph Lauren“ ab 19,50 Euro von dem Anbieter „Klamottenhaufen“ gestoßen.


Ein Verkaufinserat für „Polo Ralph Lauren“ ab 19,50 Euro auf „b2b-beschaffungsplattform.de“ (Screenshot vom 03.07.2014).

Am 3. Juli wurde der Anbieter per E-Mail kontaktiert, um Hemden kaufen zu können, es erfolgte jedoch niemals eine Antwort.

Der zweite Testeinkauf

In einem weiteren Einkaufversuch ist die Watchlist Internet auf das Angebot „Brand New Apple iPhone 5s 32 GB unlocked“ ab 380 Euro gestoßen. Der Verkäufer war die „AJAYELECTRONICS LTD“.


Ein Verkaufsinserat für das „Apple iPhone 5s“ ab 380 Euro auf „b2b-beschaffungsplattform.de“ (Screenshot vom 30.07.2014).

Am 30.07.2014 nahm die Watchlist Internet telefonisch Kontakt mit dem Anbieter aus Großbritannien auf und stellte das Angebot, zehn Stück der Ware zu bestellen. Der Verkäufer reagierte darauf mit einem Gegenangebot: er bot zehn Stück plus vier gratis Exemplare um 3500 Euro an. Der weitere Verlauf der Geschäftsanbahnung erfolgte per E-Mail. Letzten Endes sollte die Watchlist Internet 3000 Euro auf eine amerikanische Bank überweisen, um nunmehr – ungefragt – „14 Apple iPhone 5s 64 GB unlocked“ zu erhalten. Wortwörtlich hieß es in der letzten E-Mail vom 5. August:

„FIND your orders to:

10 x 100% Original New Apple iPhone 5S 64GB SIM Unlock ....... € 3000
4 X 100% Original New Apple iPhone 5S 64GB Sim Unlock ........ outdoor

Color:
White: 5
Black: 5
Gold: 4

(…)

We want dass .. Understand, dass .. Wiring your payment A U.S. to pay shipping and ship your order as fast and accurate as delivery possible.
Below FIND die bank, die Those with YOU remit payment by bank transfer to FIND:

Bank Transfer:
Name of bank: German American Bank
Account Name: XY
Account Number: 1047374920
Bank Address: 201 E. Main Street, Washington, Indiana 47501, USA
Routing - Number: 083904563
Amount to pay: € 3,000“

Nachdem dieses Angebot sehr unseriös ist – Zahlung
auf eine amerikanische Bank, marktunüblicher Preis usw. -, reagierte die Watchlist Internet darauf nicht mehr.

Der dritte Testeinkauf

Am 17.09.2014 versuchte die Watchlist Internet die Ware„UVEX24 Radbrille / Sportbrille UVEX Sunsat“ bei einer Mindestabnahme von zwölf Stück à 19,35 EURO um 232,2 EUR bei dem Verkäufer „SIEMIK Austria“ zu kaufen.


Radbrille, die auf „b2b-beschaffungsplattform.de“ angeboten wird (Screenshot vom 17.09.2014).

Aus diesem Grund nahm die Watchlist Internet sowohl am 17.09. als auch am 19.09. telefonisch Kontakt mit dem Anbieter auf. Beide Male landete sie in der Sprachbox, weshalb keine Möglichkeit bestand, Kontakt mit dem Verkäufer herzustellen.

Keine Möglichkeit, günstige Ware zu erhalten

Die Watchlist Internet hat im Zeitraum 03.07.2014 bis 19.09.2014 insgesamt zwölfmal versucht, Waren über „ B2B-Beschaffungsplattform.de“ zu beziehen. Dabei kamen wir zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es bei keinem der Versuche möglich war, einen Kauf erfolgreich abzuschließen.

Aus diesem Grund muss das Fazit gezogen werden, dass die „Anmeldegebühr“ für die Plattform in Höhe von 240 Euro keinen angemessenen Gegenwert hat.

Siehe in diesem Zusammenhang auch die Meldung der Verbraucherzentrale Sachsen, in der diese bekannt gibt, gerichtlich gegen die „B2B Technologies Chemnitz GmbH“ vorzugehen.

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