Direkt zum Inhalt
online seit 09.07.2025

Angeblicher Gewinn im Namen von MediaMarkt führt in Abofalle

Sie haben eine E-Mail im Namen von MediaMarkt mit einer angeblichen Gewinnbenachrichtigung erhalten? Darin sollen Sie auf einen Link klicken und zwei Euro Versandgebühr zahlen, um den Gewinn einzulösen? Dann ist Vorsicht geboten! Dahinter verbirgt sich kein Gewinn, sondern eine teure Abofalle.

Betrügerische Website im Stil von MediaMarkt.

Wie sieht die betrügerische Nachricht aus?

Die E-Mail trägt den Betreff „BEREIT [Ihr Name], Ihr Gewinn ist da“ und stammt angeblich vom MediaMarkt Team versendet worden. Sie werden persönlich mit Namen angesprochen und darüber informiert, dass Sie durch die Anmeldung zum MediaMarkt-Newsletter ein kostenloses Produkt gewonnen hätten. Um den Gewinn zu erhalten, sollen Sie innerhalb von 24 Stunden auf einen Link klicken.

Wohin führt der Link?

Der Link leitet auf eine täuschend echt gestaltete Website im MediaMarkt-Design mit Logo, typischen Farben und Layout weiter. Dort werden mehrere vermeintliche Gewinne angezeigt. Angeblich haben Sie ein iPhone gewonnen, ebenso wie eine andere Person, die auf der Website angezeigt wird. Ihr Name wird fett hervorgehoben, daneben befindet sich ein auffälliger roter Button mit der Aufschrift „Gewinn bestätigen“.

Was passiert danach?

Wenn Sie auf „Gewinn bestätigen“ klicken, werden Sie auf eine weitere Seite weitergeleitet. Dort erfahren Sie, dass Sie beim „MediaMarkt Apple Week“-Gewinnspiel einen der Hauptpreise gewonnen haben. Es wird ein Code angezeigt, den Sie über den Button „Code einlösen“ aktivieren sollen. Gleichzeitig läuft ein Countdown ab und der Code soll angeblich in wenigen Minuten verfallen. Das soll Sie unter Druck setzen, schnell zu handeln. 

Darunter finden sich Kommentare von angeblich glücklichen Gewinner:innen. Einige berichten, ihr Gewinn sei verfallen, weil sie die Seite aktualisiert hätten. Auch das soll Vertrauen erwecken und gleichzeitig Druck erzeugen, sofort zu reagieren.

Wie funktioniert die Abofalle?

Im nächsten Schritt sollen Sie die Farbe und die Speichergröße des iPhones auswählen. Anschließend werden Sie aufgefordert, eine angebliche Versandgebühr von zwei Euro zu zahlen und Ihre Kreditkartendaten einzugeben.

Wenn Sie weitergehen, öffnet sich eine Seite, auf der Sie Ihre Zahlungsdaten eingeben sollen, um das iPhone zu erhalten. Doch hier liegt der Haken: Durch die Eingabe Ihrer Daten stimmen Sie einem Abonnement zu, bei dem jeden Monat 38,95 € von Ihrem Konto abgebucht werden. Das iPhone erhalten Sie nicht, stattdessen gelangen Ihre Zahlungsdaten in die Hände von Kriminellen.

Betrügerische Gewinnbenachrichtigungen erkennen
  • E-Mail-Adresse überprüfen: Kriminelle nutzen häufig sogenannte Spoofing-Techniken, um ihre E-Mails so aussehen zu lassen, als kämen sie von einem vertrauenswürdigen Unternehmen. Schauen Sie sich daher die Absenderadresse genau an, daran können sie erkennen, ob die E-Mail verdächtig ist.

  • Domain anschauen: Fahren Sie mit der Maus über einen Link (ohne zu klicken), um die echte Adresse anzuzeigen. Weicht diese von der offiziellen Domain des Unternehmens ab, handelt es sich um eine Fälschung.

  • Zeitdruck:  Wenn in der E-Mail oder auf der Webseite eine schnelle Bestätigung des Gewinns gefordert wird, sollten Sie misstrauisch werden. Seriöse Gewinnspiele setzen Sie nicht unter Druck.

  • Geld überweisen: Überweisen Sie niemals Geld, um einen Gewinn zu erhalten. Wenn Sie aufgefordert werden, Bankdaten anzugeben, insbesondere für Versandkosten oder Verwaltungsgebühren, handelt es sich um Betrug.

  • Abo-Fallen-Check:  In unserer Liste mit Abo-Fallen, warnen wir laufend vor aktuellen Betrugsangeboten, bei denen unbemerkt ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird.

In eine Abo-Falle geraten? Das können Sie jetzt tun!
  • Recherchieren Sie zum abbuchenden Unternehmen: Suchen Sie nach dem Firmennamen oder der Webseite des Unternehmens, um herauszufinden, wer hinter der betrügerischen Seite steckt. Oft lassen sich diese Informationen über die Kreditkartenabrechnung oder eine schnelle Internetrecherche finden.

  • Kündigen Sie das Abo: Kontaktieren Sie das Unternehmen schriftlich und kündigen Sie das Abo mit sofortiger Wirkung. Fordern Sie die umgehende Rückbuchung der bereits abgebuchten Beträge. Argumentieren Sie, dass der Abo-Vertrag unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen ist und daher rechtswidrig ist. Achten Sie darauf, dass die Kündigung eindeutig ist. Zum Beispiel mit einer Formulierung wie der folgenden: „Ich kündige hiermit das betrügerische Abo mit sofortiger Wirkung und fordere eine Rückbuchung meines Geldes.“

  • Keine Reaktion? Kontaktieren Sie Ihre Bank: Wenden Sie sich außerdem an Ihr Kreditkarteninstitut und fordern Sie eine Rückerstattung der unrechtmäßig abgebuchten Beträge. Verweisen Sie auf § 67 des Zahlungsdienstleistungsgesetzes (2018), der festlegt, dass Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, zurückerstattet werden müssen.

  • Sperren Sie die Zahlung: Möglicherweise müssen Sie Ihre Kreditkarte sperren lassen. Klären Sie dies mit Ihrem Kreditkarteninstitut und fragen Sie, ob es ausreichend ist, das Unternehmen für weitere Abbuchungen zu sperren.

  • Überprüfen Sie Ihre Passwörter: Wenn Sie bei der Anmeldung ein Passwort verwendet haben, das Sie auch auf anderen Websites nutzen, ändern Sie dieses sofort. Dies verhindert, dass Kriminelle auf weitere Konten zugreifen können.

Link kopiert