Zum Seiteninhalt
News

Aktuell: Betrug mit vermeintlicher Erbschaft!

Gepostet am 02.09.2014 von Watchlist Internet

Derzeit erhalten zahlreiche Internetnutzer/innen in Österreich E-Mails, in denen ihnen mitgeteilt wird, dass sie sich an einer hohen Erbschaft beteiligen könnten. Natürlich handelt es sich hierbei um eine betrügerische Nachricht!

Der Versender der E-Mail ist angeblich mit der Verwaltung einer Erbschaft in Höhe von 18 Millionen Dollar betraut. Scheinbar bietet er eine Beteiligung an der Erbschaft. Für weitere Informationen soll Kontakt mit ihm aufgenommen werden. Hier der Wortlaut der E-Mail, die derzeit von verschiedenen E-Mail-Adressen versendet wird:

Subject: HALLO FREUND

Hallo,

Es tut uns leid, Ihre Privatsphäre mit dieser Nachricht zu stören. Ich bin
derzeit die Verwaltung der Erbschaft eines verstorbenen Kunden von meiner
Bank, die im Jahr 2008 gestorben, und links hinter der Summe der achtzehn
Millionen USD (18.000.000,00 U'S'D) in seiner persönlichen Anlagekonto. Ich
kontaktiere Sie, Ihre Partnerschaft bei der Aufnahme dieser Mittel zu
suchen.

Wenn Sie interessiert sind, antworten Sie bitte sofort für weitere
Informationen.

Freundliche Grüße,
Derek.

Erbschaft gibt es keine, dafür sind die Opfer selbst ihr Geld los

Wer auf die betrügerische E-Mail reagiert, wird zunächst selbst zur Zahlung eines gewissen Betrages aufgefordert, dies z.B. für entstandene Spesen, Steuern, Anwaltskosten etc. Wird die Zahlung durchgeführt, ist das Geld verloren. Von der angeblichen Erbschaft, die es natürlich nicht gibt, sieht man keinen Cent. Auch werden durch die Betrüger nicht selten zahlreiche persönliche Daten abgefragt, die in Folge missbräuchlich verwendet werden können.

Laut einer uns vorliegende Stellungnahme des Bundesministeriums für Justiz sind sogenannte Scammer-E-Mails übrigens nicht per se strafrechtlich relevant, da „das strafbare Versuchsstadium in diesen Fällen noch nicht erreicht ist, da in diesen Schreiben der Adressat ersucht wird, bei Interesse Kontakt mit dem Absender aufzunehmen, der ihm dann weitere Informationen zur Transaktion zur Verfügung stellen werde. (...) Die täuschenden Angaben im (...) Schreiben dienen lediglich der Vorbereitung, die 'entscheidende Phase' der konkreten Gefährdung des fremden Vermögens ist damit noch nicht erreicht.“

Ignorieren Sie E-Mails, die das Blaue vom Himmel versprechen!

Die Watchlist Internet rät Internetnutzer/innen dringend davor ab, auf solche Schreiben zu reagieren. Am besten und sichersten ist es, sie unbeantwortet zu löschen.

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann