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AK warnt vor dubiosen Job-Angeboten

Gepostet am 06.05.2013 von Watchlist Internet

Ein lukratives Job-Angebot im Internet hat sich für einen Burgenländer als Geldwäsche-Dienst entpuppt. Für eine Schweizer Immobilienfirma sollte er gegen Provision Überweisungen weiterleiten. Die AK Burgenland prüfte den Arbeitsvertrag und stellte fest, dass der Mann sich vermutlich strafbar gemacht hätte.

Das Stellenangebot auf der Website www.realestatepalladio.com klang verlockend: Die Schweizer Firma sei auf dem Immobilienmarkt führend tätig und suche in Österreich Regionalvertreter, die Interesse an einem lukrativen Nebenverdienst hätten. Ein junger Burgenländer packte die Gelegenheit beim Schopf und füllte ohne viel Nachdenken die Online-Bewerbung aus. Kurz darauf erhielt er eine E-Mail mit der Nachricht, dass man bereit sei, ihn einzustellen. Der Vertrag wurde im Anhang gleich mitgeschickt. Seine Tätigkeit sollte darin bestehen, Überweisungen, die auf seinem Konto eingehen, an andere weiterzuleiten. Dafür sollte er drei bis fünf Prozent der jeweiligen Summe als Provision erhalten.

Prüfung des Arbeitsvertrages ergab: Mann hätte sich mit „Geldwäsche“ strafbar gemacht

Als jedoch 9.000 Euro auf dem Konto des Mannes eingingen, wurde sein Bankbetreuer stutzig. Er gab seinem Kunden den Rat, sich an die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Burgenland zu wenden. Dort wurde der Arbeitsvertrag überprüft und festgestellt, dass der Mann unmittelbar davor stand, eine Straftat zu begehen. Hätte er nämlich, wie von ihm verlangt, das Geld per Western Union weitergeschickt, wäre er in eine Geldwäsche-Geschichte geschlittert, erklärt Eva Schreiber von der AK Burgenland.

Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses folgten Drohungen

Der Vertrag wurde inzwischen angefochten und der Betrag rücküberwiesen. Wüste Drohungen der Palladio Real Estate AG per E-Mail seien die Folge gewesen. Die AK riet dem Konsumenten, sich nicht einschüchtern zu lassen und den Kontakt zu der Firma abzubrechen. Jetzt sei endgültig Ruhe, heißt es.

AK warnt vor unseriösen Stellenanzeigen im Internet

Die Arbeiterkammer warnt davor, sich auf derartige Angebote einzulassen. Im Internet gäbe es unzählige dubiose Job-Offerte – gerade in Zeiten, wo viele verzweifelt Arbeit suchen. „Wer die Angebote nicht genau prüft, kann nicht nur viel Geld verlieren, sondern sich auch strafbar machen,“ so Eva Schreiber.

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