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News

Achtung vor betrügerischen Zahlungsaufforderungen!

Gepostet am 02.04.2014 von Watchlist Internet

In den letzten Tagen häufen sich wieder Meldungen über ungerechtfertigte Zahlungsaufforderungen von angeblichen Anwält/innen. Vorsicht ist geboten, denn bei dem Schreiben handelt es sich um einen Betrugsversuch: Weder der geforderte Betrag darf bezahlt, noch die angehängte ZIP-Datei geöffnet werden!

Die betrügerischen Schreiben haben unter den nur exemplarisch und auszugsweise angeführten Betreffs

  • „Automatische Kontoabbuchung konnte nicht durchgeführt werden xx.xx.2014“
  • „(Name des/der Empfängers/in) Ihre Ebay Zahlung wurde storniert xx.xx.2014“
  • „(Name des/der Empfängers/in) Ihre Paypal Rechnung – Lastschrift konnte nicht durchgeführt werden xx.xx.2014“
  • „(Name des/der Empfängers/in“) Stornierte Ebay Kontoabbuchung vom xx.xx.2014“

den nachfolgend wiedergegebenen Inhalt:

Sehr geehrter Käufer (Name des/der Empfängers/in),

bedauerlicherweise konnten wir bis zum heutigen Tage keinen Zahlungseingang auf unsere Mahnung Nummer 56PW53265876 vom 02.02.2014 erkennen.

Ihr Konto wurde nicht genügend gedeckt um die Lastschrift vorzunehmen. Sicherlich handelt es sich dabei nur um ein Versehen.

Bitte bezahlen Sie den fälligen Betrag zuzüglich der Gebühren bis zum 04.04.2014 auf unser Konto. Die Summe der Bestellung entspricht 221,00 Euro.
Dabei wird Ihnen eine Mahngebühr von 13,00 Euro und die Kosten unserer Beauftragung von 45,12 Euro berechnet. Falls Sie diesen Zahlungstermin nicht einhalten, werden wir Ihnen weitere Kosten des Mahnverfahrens und Verzugszinsen in Rechnung stellen müssen. Die Rufnummer und weitere Informationen finden Sie in Ihrer Rechnung anbei.

Mit freundlichen Grüßen.

Johann Valera

Bereits an der Absender/innenadresse ist zu erkennen, dass das Schreiben als unseriös einzustufen ist. Das zeigt sich unter anderem daran, dass als Absender/in beispielsweise die sich selbst so bezeichnende "Anwaltschaft" mit der E-Mailadresse "article@testing4success.com" in Erscheinung tritt:


Betrügerische Absender/innenadresse einer Betrugs-Mail.

Wird der Domainname „testing4success.com“ aufgerufen, offenbart sich, dass dahinter keine Rechtsanwaltskanzlei steht. Vielmehr wurde eine fremde E-Mailadresse "gestohlen" und für den Versand dieser E-Mails genutzt.

Dem Schreiben ist eine ZIP-Datei namens "Forderung der abgewiesenen Lastschrift (Name des/der Empfänger/in)" angehängt:


Die dem betrügerischen Schreiben angefügte ZIP-Datei.

Diese darf nicht geöffnet werden, da sich darin Schadsoftware befindet, die den eigenen Computer befällt und schädigt!

Aktuelle Absender/innen

Beispielhaft nachfolgend angeführte Absender/innen-Namen treten in Zusammenhang mit diesen Schreiben auf:

Adrian Durer
Adrian Reuchlin
Anton Koch
Bastian Graf
Benjamin Teschitz
Fabian Hofhaimer
Finn Durer
Henry Trautsun
Johann Valera
Justin Reuss
Kevin von Burtenbach
Kilian Kölderer
Leon Frühauf
Malte Kölderer
Marcel Teuschel
Marlon Vesalius
Maurice Plarer
Moritz Spalatin
Moritz Wallenstein
Nils Feyerabend
Noah von Altenhaus
Ole Aleander
Ole von Burtenbach
Samuel von Burtenbach

Was tun bei Erhalt einer dubiosen Rechnung per E-Mail?

  • Öffnen Sie keine Dateianhänge – diese enthalten Viren oder Lösegeld-Trojaner.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen bzw. nichts bestellt haben, müssen Sie auch nicht zahlen.
  • Antworten Sie nicht auf die E-Mail, auch nicht, um sich zu „beschweren“. Sie geben den Absender/innen damit nur die Bestätigung, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist.
  • Löschen Sie die E-Mail am besten sofort.
  • Wenn Sie unsicher sind, geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff oder den Absender) in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven. Auch der Internet Ombudsmann hilft Ihnen kostenlos weiter.
  • Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, wenden Sie sich an die Polizei

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann