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online seit 02.04.2026

Achtung Fake-Politiker: Wenn der Finanzminister plötzlich Anlagetipps verschickt

Wenn Kriminelle sich als bekannte Persönlichkeiten ausgeben, kann das schnell gefährlich werden. Besonders, wenn es um vermeintlich exklusive Anlagemöglichkeiten geht ...

Fake-Profil Finanzminister

Es klingt verlockend: Ein bekannter Finanzexperte bzw. eine Finanzexpertin persönlich meldet sich bei Ihnen auf Facebook. Eine Einladung in eine exklusive Investmentgruppe. Nur wenige Plätze. Hohe Gewinne. Persönliche Betreuung.

Doch Vorsicht! In solchen Fällen hat es sich nicht um ein einmaliges Angebot, sondern um einen gezielten Betrugsversuch.

Wenn der Finanzminister plötzlich Ihr Anlageberater wird

Aktuell tauchen vermehrt Fake-Profile auf, die sich als bekannte Persönlichkeiten ausgeben, darunter auch der österreichische Finanzminister Markus Marterbauer.

Die Masche ist dabei meist dieselbe:
  • Sie erhalten eine Freundschaftsanfrage 

  • Kurz darauf folgt eine persönliche Nachricht 

  • Sie werden in eine „exklusive Finanzgruppe“ eingeladen 

  • Hohe Gewinne werden versprochen 

Das gefälschte Profil:

„Ich habe bereits 15.000 Euro verdient"

In den Gruppen wird gezielt Vertrauen aufgebaut. Angebliche Mitglieder berichten von hohen Gewinnen und teilen Screenshots von Kontoständen. Zusätzlich werden Diagramme oder Charts präsentiert, die den Erfolg untermauern sollen. Gleichzeitig wird Druck aufgebaut, indem behauptet wird, dass nur noch wenige Plätze verfügbar sind oder dass das Angebot nur kurzfristig gilt.

All diese Elemente sind von den Kriminellen inszeniert. Ziel ist es, den Eindruck zu vermitteln, dass Sie schnell handeln und Geld investieren müssen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein professionell aufgebautes Betrugsnetzwerk.

Weitere bekannte Namen betroffen

Neben Markus Marterbauer werden aktuell auch andere bekannte Persönlichkeiten missbraucht, etwa Peter Sverak (Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien) oder Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin).

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Es ist zudem wahrscheinlich, dass in Zukunft weitere bekannte Persönlichkeiten aus Politik oder Öffentlichkeit für ähnliche Betrugsmaschen missbraucht werden. Die Kriminellen wählen gezielt Namen, denen ein hohes Vertrauen entgegengebracht wird!

So schützen Sie sich vor Betrug
  • Finger weg, wenn Sie vermeintliche Finanzexpert:innen zu Investitionen drängen wollen.

  • Eine Beratung über Messenger-Dienste ist unüblich und ein Hinweis auf Betrug.

  • Prüfen Sie die Plattform genau und erkundigen Sie sich bei Bedarf bei der Finanzmarktaufsicht, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handelt.

  • Hohe Gewinnversprechen bei kleinen Investitionen und geringem Risiko sind betrügerisch. 

In die Promi-Falle getappt? Das können Sie jetzt tun
  • Brechen Sie sofort jeglichen Kontakt ab! Überweisen Sie kein Geld mehr und blockieren Sie alle mit dem Betrug in Zusammenhang stehenden Nummern/Adressen etc.

  • Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihr Kreditkartenunternehmen! Die Berater:innen wissen, ob noch etwas getan werden kann. Die Erfolgsaussichten sind allerdings äußerst gering.

  • Sichern Sie Beweise, fertigen Sie Screenshots an und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

  • Melden Sie den Vorfall bei der Finanzmarktaufsicht sowie beim Betreiber der Plattform, auf der Sie die betrügerische KI-Werbung entdeckt haben.

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