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Abzocke über Suchmaschinen

Gepostet am 15.07.2013 von Watchlist Internet

In eine Abo-Falle tappt man kaum mit Absicht, vielmehr werden Konsument/innen gezielt in solche Fallen gelockt. Derzeit etwa durch Werbeanzeigen des bereits öfter auffällig gewordenen Anbieters „JW Handelssysteme GmbH“ bei der Suchmaschine Bing.

Wer mit Bing etwa nach günstigen Elektronikartikeln sucht („iPhone billiger“, „Apple günstig“ oder etwa „iPad kaufen“), stößt auf zahlreiche Werbeanzeigen, die mit günstigen Angeboten wie etwa „Handy Restposten -70%“ oder „-90% auf Apple Produkte“ werben. In Wahrheit lauern Abzocke-Fallen auf die Konsument/innen, die sich im ersten Moment freuen, vermeintliche Schnäppchenware gefunden zu haben.


Beispiel: Suche auf Bing nach „apple günstig“ (11.07.2013). Die beiden unteren Werbeanzeigen führen zu unseriösen Anbietern.

B2B-Großhandel-Shops als Linkziel

Ein Klick auf die Werbung führt schließlich auf die Websites www.beschaffungsplattform24.de bzw. www.nur-gewerbetreibende.de, die von der JW Handelssysteme GmbH betrieben werden. Die in der Werbeanzeige angegebenen URLs wie z.B. www.blog-grosshandel.com/apple fungieren lediglich als „Zwischenlinks“, finales Ziel sind immer die oben angegebenen Online-Shops bzw. vergleichbare URLs (siehe: Linkliste bekannter „Abzocke-Websites“News). Auf diesen Websites wird der Eindruck vermittelt, dass man nach einer kurzen Registrierung die besagten Artikel zu den in der Werbung angegebenen, überaus günstigen Preisen erstehen kann.

Nach der Registrierung folgt ein teures Jahresabo

Wer sich auf der Website (z.B. www.nur-gewerbetreibende.de)anmeldet, wird zur Zahlung von fast 300 Euro jährlich für die Nutzung der Plattform aufgefordert (bei einer Vertragslaufzeit von mindestens zwei Jahren)! Ein iPhone oder sonstige versprochene Waren können auf den genannten Websites gar nicht gekauft werden ...

Das können Sie tun, wenn Sie in eine Abo-Falle getappt sind:

  1. Nicht einschüchtern lassen. In der Regel besteht kein Anspruch der unseriösen Firma auf Zahlung.
  2. Lassen Sie sich vom Internet Ombudsmann zu Ihrem konkreten Fall beraten.
  3. Senden Sie den vom Internet Ombudsmann bereitgestellten Musterbrief Rücktritt „Gratis“-Angebote (doc, 32 KB) eingeschrieben an das Unternehmen. Sie können alle angeführten rechtlichen Argumente im Musterbrief unverändert übernehmen und müssen keine auswählen. Heben Sie den Aufgabeschein und eine Kopie des Schreibens gut auf.
  4. Ignorieren Sie alle weiteren Zahlungsaufforderungen und Drohungen der Abzocke-Firma.

Lesen Sie hier mehr zur „B2B-Abzocke“.

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann