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Abofalle von Gamobila mit WhatsApp-Update und Virenscan

Gepostet am 10.08.2015 von Watchlist Internet

Auf Smartphones erscheint der Hinweis, dass Whatsapp veraltet oder das eigene Gerät mit einem Virus infiziert sei. Wer auf diese Benachrichtigungen reagiert und die zur Problemlösung vorgesehene Website aufruft, kann einen Abovertrag mit Gamobila um 60 Euro pro Monat abschließen.

Smartphone-Nutzer/innen können ungewollt auf die Website immediate-alert.com gelangen. Sie informiert, dass die benutzte WhatsApp-Version veraltet sein könne – selbst dann, wenn das Programm nicht installiert ist:

Ihr Whatsapp könnte veraltet sein!

Wir empfehlen, Ihr zu aktualisieren.

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Hinweis auf immediate-alert.com, dass Whatsapp veraltet sein könnte.

Über Benachrichtigungen dieser Art hält WhatsApp in seinen Häufig gestellten Fragen fest, dass es wichtig (ist), zu wissen, dass wir WhatsApp nicht verwenden, um Nachrichten an dich zu senden. Wir senden dir auch keine E-Mails über Chats, Sprachnachrichten, Zahlung, Änderungen, Fotos oder Videos. Aus diesem Grund ergeht der Hinweis nicht von offizieller Seite und stammt von unbekannten Dritten.

Virusbefall am Smartphone

Unabhängig von der gefälschten WhatsApp-Benachrichtigung warnt immediate-alert.com ebenfalls davor, dass das mobile Endgerät mit einem Virus befallen sein könnte:

Achtung (Smartphonemodell)-Benutzer

Ihr (Smartphonemodell) ist mit einem Virus infiziert, welches Ihre persönlichen Informationen und Kontakte an Hacker weitergeben könnte.

Scannen Sie Ihr (Smartphonemodell) Gerät sofort!

Um zu scannen, bestätigen Sie bitte, dass Sie der Besitzer dieses Gerätes sind.

Ok


Smartphone-Virenwarnung auf immediate-alert.com

Kostenpflichtiger Abovertrag

Wer sich von den Benachrichtigungen verunsichern lässt und den Aufforderungen nachkommt, die neue Version von WhatsApp zu installieren oder einen Virusscan durchzuführen, wird auf eine externe Website weitergeleitet. Auf ihr findet sich im Kleingedruckten der Hinweis, dass ein Abovertrag um 15 Euro pro Woche abgeschlossen werde:

Gamobila ist mit keinem der aufgeführten Produkte oder Einzelhändler verbunden und wird nicht von ihnen gefördert oder empfohlen. (…) Du stimmst einem Abonnement mit 3 SMS/Woche zu je 5 EUR/SMS (A1 Nutzer 1 SMS/Woche zu je 15 EUR/SMS). Max 3 digitale Inhalte pro Woche.

Über gamobila

Eine Recherche über gamobila bringt ans Licht, dass es sich um ein Unternehmen handelt, dass - so die Eigenbeschreibung - mobile entertainment anbietet. Es gehört der Pinico BV aus Amsterdam, Niederlande.

Sie sind in die Abofalle getappt?

Sollten Sie ungewollt einen kostenpflichtigen Abovertrag mit gamobila abgeschlossen haben, werden Sie darüber per SMS informiert. Sie können diesen in Ihrem persönlichen Kund/innenbereich auf der Website Ihres Mobilfunkanbieters kündigen. Alternativ ist es Ihnen möglich, auf ungewollte SMS mit Stop oder Stopp zu anworten. Das muss von gambobila als Kündigung akzeptiert werden.

Unabhängig davon ist es empfehlenswert, den Mobilfunkanbieter über den ungewollten Abovertrag zu informieren, ein Ende der Abbuchungen und die Rückerstattung der bereits abgebuchten Geldbeträge zu fordern.

Rufnummer für Mehrwertdienste sperren

Damit Sie in Zukunft keine ungewollten Aboverträge abschließen können, lassen Sie Ihre Rufnummer für Mehrwertdienste (-SMS, -Nummern) sowie WAP-/Web-Billig sperren. Worin der Unterschied zwischen diesen Verrechnungsmethoden liegt, lesen Sie hier. Die Sperre hat den Vorteil, dass Ihnen in Zukunft nur Kosten verrechnet werden können, die Ihr Handytarif vorsieht.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieser Abofalle.)

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