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Gefährlicher Privatverkauf mit PayPal

Gepostet am 02.08.2016 um 16:26 Uhr von Watchlist Internet

Wer auf Kleinanzeigenplattformen Waren verkauft, kann Nachrichten von Verbrechern erhalten, die vorgeben, das inserierte Produkt kaufen zu wollen. Sie schlagen vor, die Kommunikation mit privaten E-Mailadressen zu führen und den Kauf über PayPal abzuwickeln. Das dient letzten Endes dem Zweck, Verkäufer/innen finanziell zu schädigen.

Internet-Nutzer/innen inserieren Waren auf Kleinanzeigenplattformen. Obwohl diese eine Infrastruktur für den Vertragsabschluss bereitstellen, melden sich vermeintliche Interessent/innen und ersuchen um Kontaktaufnahme auf einer privaten E-Mailadresse. Sie erklären, im Ausland zu sein und bitten darum, die Korrespondenz auf Englisch zu führen.

Problemloser Vertragsabschlusss

Das Gegenüber zeigt sich mit dem Angebot der Verkäufer/innen einverstanden und erklärt sich bereit, die geforderte Geldsumme zu bezahlen. Es schlägt die Kaufabwicklung über PayPal und ein privates Transportunternehmen vor. Die Bezahlung mit PayPal soll Sicherheit gewährleisten, das Transportunternehmen den Versand der Ware bewerkstelligen. Sämtliche Kosten übernimmt der kriminelle Vertragspartner. Er sendet unechte E-Mails, die angeblich bestätigen, dass PayPal den Kaufpreis erhalten hat. Der überwiesene Geldbetrag fällt höher aus, als vereinbart. Dazu heißt es:

I have just completed the Payment and i am sure you have received the confirmation from PayPal regarding the Payment. You can check your e-mail for confirmation of payment. a total of €7,400.00 EUR was sent, €6,500.00 EUR for the merchandise and the extra €850.00 EUR for my shipper's charges, €50.00 EUR for the western union fees,which you will be sending to the address below via western union.

Name:
Add:
State:
Zip Code:
Country

So i urge you go ahead and locate a western union office, send €850.00 EUR to XY in DY and after that western union will give you a 10 Digit code which is called MTCN that is the assurance that you have sent the €850.00 EUR to XY the shipping agent in XX get back to the PayPal on: musteradresse@mustermail.at with the western union MTCN (10 Digit Code) and scanned receipt as the proof that you have completed the transaction.

Wer im guten Glauben der Aufforderung des Gegenübers nachkommt und den Differenzbetrag mittels Western Union ins Ausland überweist, erleidet einen finanziellen Verlust. Sämtliche Nachrichten sind inhaltlich falsch und dienen einzig und allein dem Zweck, die Verkäufer/innen über Tatsachen zu täuschen. Damit verfolgen Kriminelle das Ziel, sich auf Kosten Ihres Opfers zu bereichern.

Erklärvideo zum Kleinanzeigen-Betrug

Alternativ können Sie das Video auf https://vimeo.com/161727092 sehen.

Wie schützen Sie sich?

  • Wenn Sie Privatverkäufe im Internet tätigen, führen Sie die Kommunikation mit Käufer/innen ausschließlich über die Infrastruktur der Kleinanzeigenplattform. Das schützt Sie, denn die Sicherheitsvorkehrungen der Anbieter filtern verdächtige Nachrichten von Kriminellen.
  • Seien Sie skeptisch, wenn sich Käufer/innen aus dem Ausland melden und Ihnen den Vorschlag unterbreiten, das Rechtsgeschäft über PayPal abzuwickeln. Das ist ein beliebter Vorwand, um unechte PayPal-Nachrichten zu versenden, die Sie angeblich darüber informieren sollen, dass Ihr Gegenüber die vereinbarte Überweisung getätigt hat.
  • Vergewissern Sie sich in Ihrem persönlichen PayPal-Konto, ob Sie Geld erhalten haben und vertrauen Sie nicht E-Mails, die das angeblich suggerieren. Diese können unecht sein.
  • Brechen Sie jeglichen Kontakt mit Ihrem Gegenüber ab, wenn es sie auffordert, einen Differenzbetrag über Western Union oder MoneyGram ins Ausland zu überweisen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Übergeben Sie Waren Zug um Zug mit dem Kaufpreis an Käufer/innen oder lassen Sie sich die vereinbarte Geldsumme vorab auf ein Konto überweisen. Das kann Sie davor schützen, Opfer eines Verbrechens zu werden!

 

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

Alles zum Thema „Kleinanzeigen-Betrug

Betrug mit Treuhandunternehmen beim Privateinkauf

Wer auf Kleinanzeigenplattformen einkauft, dem können Verkäufer/innen den Vorschlag machen, dass ein Treuhandunternehmen das Geschäft abwickeln soll. Es nimmt Ware und Geld entgegen und leitet es an die Vertragspartner/innen weiter. In Wahrheit geht das Geld der Käufer/innen verloren, denn die Logistikfirma gibt es nicht: Es landet bei Kriminellen.

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Gepostet am 03.10.2017 um 13:40 Uhr von Watchlist Internet

Betrug mit erfundener Spedition

Auf Kleinanzeigenplattformen locken Kriminelle mit günstigen Warenpreisen mögliche Opfer an. Diesen erklären sie, dass sie im Ausland seien, weshalb der Kauf über ein Logistikunternehmen abgewickelt werden soll. Es nimmt die Ware und das Geld entgegen und leitet die Leistungen an die Vertragsparteien weiter. In Wahrheit existiert es nicht. Käufer/innen verlieren bei einer Überweisung an das Unternehmen ihr Geld.

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Gepostet am 13.06.2017 um 17:08 Uhr von Watchlist Internet

Warnung vor BHG Real Estate Ltd

Auf Kleinanzeigenplattformen finden Wohnungssuchende günstige Immobilien. Wer sich für diese interessiert, muss mit der BHG Real Estate Ltd Kontakt aufnehmen und Geld für die Besichtigung bezahlen. Es gibt weder die angebotene Immobilie noch das Unternehmen. Das überwiesene Geld gelangt direkt auf das Konto von Kriminellen.

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Gepostet am 02.06.2017 um 13:30 Uhr von Watchlist Internet

Warnung vor Savino-Express

Kriminelle schlagen vor, einen Autokauf über das Logistikunternehmen Savino-Express abzuwickeln. Es soll für Sicherheit sorgen, indem es das Auto und den Kaufpreis entgegennimmt. In Wahrheit existiert es nicht. Wer Geld an Savino-Express zahlt, verliert es, denn es geht direkt an die Verbrecher/innen. Das Auto gibt es dafür nicht.

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Gepostet am 11.05.2017 um 17:21 Uhr von Watchlist Internet

Betrugsversuch mit ungedecktem Scheck

Kriminelle melden sich bei Verkäufer/innen und schlagen vor, die angebotene Leistung mit einem Scheck zu bezahlen. Er fällt wesentlich höher aus, als vereinbart. Den Differenzbetrag sollen Empfänger/innen an die Kriminellen überweisen. Der Scheck ist ungedeckt, weshalb die Verkäufer/innen mit der Überweisung Geld verlieren.

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Gepostet am 04.05.2017 um 14:48 Uhr von Watchlist Internet

Vorsicht beim Ticketkauf im Internet

Der Ticketkauf im Internet ist zum Teil risikobehaftet, denn Käufer/innen können an kriminelle Vertragspartner/innen gelangen. Sie verlangen eine Bezahlung im Voraus und erbringen keine Gegenleistung. Ebenfalls ist es möglich, dass Käufer/innen eine gefälschte Eintrittskarte erhalten, mit der kein Einlass zur Veranstaltung möglich ist.

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Gepostet am 25.04.2017 um 16:08 Uhr von Watchlist Internet

Betrugsversuch mit gefälschtem Airbnb-Wohnungsinserat

Kriminellen geben auf Kleinanzeigenplattformen vor, dass sie günstige Wohnungen vermieten. Interessent/innen erfahren, dass die Wohnungsbesichtigung mithilfe von Airbnb erfolgt. Damit die Betrüger/innen das erfolgreich vortäuschen, verwenden sie gefälschte Airbnb-Websites und -Schreiben. Mieter/innen, die eine Kaution für die Besichtigung an das Unternehmen zahlen, verlieren Geld.

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Gepostet am 18.04.2017 um 14:21 Uhr von Watchlist Internet

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