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Fallbeispiel: Betrug mit dem günstigen PKW

Gepostet am 17.03.2015 um 10:32 Uhr von Watchlist Internet

Im Internet finden sich günstige Automobile. Wer sich für diese interessiert, erfährt, dass die Verkäufer/innen im Ausland sind. Um das Auto zu erhalten, soll über Zahlungsdiensteanbieter eine Kaution entrichtet werden. Wer dem nachkommt, erleidet einen finanziellen Verlust.


Im Internet finden sich günstige Mini-Angebote. Sie können der Beginn eines Betrugsversuchs sein. (cc) fotshot - pixabay.com

Ein Watchlist Internet-Leser findet auf einer Kleinanzeigenplattform einen Mini Cabrio, Baujahr 1989. Er wurde von einer Person X aus Salzburg zum Preis von 2410 Euro angeboten. Die erste Kontaktaufnahme des Kaufinteressenten zeigte Überraschendes, denn es meldete sich eine Person aus Dänemark. Sie schlug vor, das Auto in Deutschland zu übergeben:

„My German is limited at just a few words so i wish a lot to continue our conversation in English. I appreciate your intent of buying my Mini. The car works and stands in perfect condition, i never had any problems with the engine. My last price is 2400€ and i believe it is convenient for us both.

We live in Denmark in a beautiful city called Aalborg. We had a nice place to stay during our summer and winter holidays in Austria. This is why the car has Austrian plates and Austrian registration. I bought it from Austria. The reason for selling it now is that we are a nice couple of pensioners (i have 61 years old), we love spending our time traveling around the world by plane, so a car is no more useful for us. Also we sold our holiday house in Austria and bought a farm here in Denmark.

If you are decided to see the car or make a test drive we are ready to make a trip to Germany and meet you personally. I am sure that we can find a nice city in Germany to arrange a meeting, a region acceptable for both.

Kaution erwünscht

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass sämtliche Vertragsparteien am in weiterer Folge vereinbarten Termin in Deutschland erscheinen, wurde vorgeschlagen, eine Kaution zu hinterlegen. Sie sollte von den Partnerinnen der Vertragsparteien bei dem Zahlungsdiensteanbieter „Western Union“ für dieselben überwiesen werden. Tatsächlich schickte der Verkäufer kurze Zeit später eine Bestätigung über die Kautionseinzahlung bei Western Union.

Vom Kaufinteressenten wird mehr verlangt

Nachdem der Verkäufer dem Kaufinteressenten seine Zahlungsunterlagen zukommen ließ, verlangte er von diesem seine vollständige „Money Transfer Control Number“. Diese sollte er zuvor jedoch auf der Website „western-union.co.nf“ bestätigen:

„please call your wife and ask for the "Geben Sie nachfolgend Ihre Transaktionsnummer (MTCN) ein." and verify your deposit on this link western-union.co.nf. Make a picture with your phone and send it back to me in order to see the status of the money. In this way we are sure that your deposit was made correctly and we will keep the reference private like we want. I will send you the picture that i request in this email.“

Die Website western-union.co.nf

Die Website „western-union.co.nf“.

Die Website „western-union.co.nf“ steht mit „Western Union“ in keiner Beziehung. Das ist daran zu erkennen, dass in der Url-Leiste des Webbrowsers der Domainteil „co.nf“ schwarz hervorgehoben und damit als Hauptadressenbestandteil markiert wird. Auf „western-union.co.nf“ werden wichtige Zahlungsdaten abgefragt.

Betrugsversuch

Selbstverständlich sind sämtliche von dem vermeintlichen Verkäufer gemachten Angaben erfunden. In Wahrheit handelt es sich um Kriminelle, die mit einem günstigen PKW-Angebot und unter Vorspielung falscher Tatsachen versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Diesem Zweck dient die Website „western-union.co.nf“. Sie fragt wichtige Daten ab, mit denen es Verbrecher/innen möglich ist, sich unmittelbar nach Bekanntgabe derselben Geld auszahlen zu lassen.

Der Watchlist Internet- Leser hat den Betrugsversuch erkannt und schreibt über seine Erfahrung mit den Kriminellen:

„Obwohl er von mir die MTCN-Nummer nicht erhielt, zahlte Western Union die 2000€ an ihn aus. Wie er das geschafft hat, kann ich nicht sagen.“

Schlussbemerkung

Beim Kleinanzeigen-Betrug ist typisch, dass der/die Verkäufer/in im Ausland ist. In unserem Fallbeispiel schreibt der Verkäufer, dass er sich in Dänemark aufhält. Dass im Falle eines betrügerischen Autoverkaufs keine Lieferung erfolgt und die Verbrecher/innen hinter der gefälschten „Western Union-“Website stecken, ist traurige Tatsache. Sollten Sie Opfer solch eines Betruges geworden sein, bleibt Ihnen nur noch die Anzeige bei der Polizei (siehe auch: Wie mache ich eine Anzeige?).

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

Alles zum Thema „Kleinanzeigen-Betrug

Betrug bei PKW-Verkäufen

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Gepostet am 13.12.2017 um 15:46 Uhr von Watchlist Internet

Betrug mit Treuhandunternehmen beim Privateinkauf

Wer auf Kleinanzeigenplattformen einkauft, dem können Verkäufer/innen den Vorschlag machen, dass ein Treuhandunternehmen das Geschäft abwickeln soll. Es nimmt Ware und Geld entgegen und leitet es an die Vertragspartner/innen weiter. In Wahrheit geht das Geld der Käufer/innen verloren, denn die Logistikfirma gibt es nicht: Es landet bei Kriminellen.

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Gepostet am 03.10.2017 um 13:40 Uhr von Watchlist Internet

Betrug mit erfundener Spedition

Auf Kleinanzeigenplattformen locken Kriminelle mit günstigen Warenpreisen mögliche Opfer an. Diesen erklären sie, dass sie im Ausland seien, weshalb der Kauf über ein Logistikunternehmen abgewickelt werden soll. Es nimmt die Ware und das Geld entgegen und leitet die Leistungen an die Vertragsparteien weiter. In Wahrheit existiert es nicht. Käufer/innen verlieren bei einer Überweisung an das Unternehmen ihr Geld.

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Gepostet am 13.06.2017 um 17:08 Uhr von Watchlist Internet

Warnung vor BHG Real Estate Ltd

Auf Kleinanzeigenplattformen finden Wohnungssuchende günstige Immobilien. Wer sich für diese interessiert, muss mit der BHG Real Estate Ltd Kontakt aufnehmen und Geld für die Besichtigung bezahlen. Es gibt weder die angebotene Immobilie noch das Unternehmen. Das überwiesene Geld gelangt direkt auf das Konto von Kriminellen.

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Gepostet am 02.06.2017 um 13:30 Uhr von Watchlist Internet

Warnung vor Savino-Express

Kriminelle schlagen vor, einen Autokauf über das Logistikunternehmen Savino-Express abzuwickeln. Es soll für Sicherheit sorgen, indem es das Auto und den Kaufpreis entgegennimmt. In Wahrheit existiert es nicht. Wer Geld an Savino-Express zahlt, verliert es, denn es geht direkt an die Verbrecher/innen. Das Auto gibt es dafür nicht.

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Gepostet am 11.05.2017 um 17:21 Uhr von Watchlist Internet

Betrugsversuch mit ungedecktem Scheck

Kriminelle melden sich bei Verkäufer/innen und schlagen vor, die angebotene Leistung mit einem Scheck zu bezahlen. Er fällt wesentlich höher aus, als vereinbart. Den Differenzbetrag sollen Empfänger/innen an die Kriminellen überweisen. Der Scheck ist ungedeckt, weshalb die Verkäufer/innen mit der Überweisung Geld verlieren.

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Gepostet am 04.05.2017 um 14:48 Uhr von Watchlist Internet

Vorsicht beim Ticketkauf im Internet

Der Ticketkauf im Internet ist zum Teil risikobehaftet, denn Käufer/innen können an kriminelle Vertragspartner/innen gelangen. Sie verlangen eine Bezahlung im Voraus und erbringen keine Gegenleistung. Ebenfalls ist es möglich, dass Käufer/innen eine gefälschte Eintrittskarte erhalten, mit der kein Einlass zur Veranstaltung möglich ist.

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Gepostet am 25.04.2017 um 16:08 Uhr von Watchlist Internet

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