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Einkaufsbetrug mit gefälschten PayPal-Nachrichten

Gepostet am 19.12.2016 um 09:18 Uhr von Watchlist Internet

Kaufinteressent/innen wollen von Privatverkäufer/innen ein Produkt erwerben. Die Bezahlung erfolgt über PayPal. Der Anbieter leitet den Kaufpreis weiter, sobald die Verkäufer/innen die vereinbarten Transportkosten ins Ausland überweisen. Die PayPal-Nachrichten sind gefälscht und stammen von Kriminellen. Bei einer Auslandsüberweisung verlieren die Verkäufer/innen Geld.

Der Kleinanzeigenbetrug beginnt damit, dass sich Kaufinteressent/innen bei Verkäufer/innen per SMS melden. In dieser ersuchen sie um Kontaktaufnahme auf einer privaten E-Mailadresse. Sie erklären, dass sie im Ausland seien und die Ware zum verlangten Preis kaufen wollen. Die Bezahlung solle über PayPal erfolgen.

Gefälschte PayPal-Nachrichten im Postfach

Nachdem die Käufer/innen ausführen, wie die Bezahlung über PayPal erfolgt, erhalten die Verkäufer/innen eine gefälschte Nachricht des Zahlungsdiensteanbieters. In dieser bestätigt das Unternehmen angeblich, dass der Kaufpreis bei ihm eingelangt sei. Er fällt höher aus, als zwischen den Vetragspartner/innen vereinbart, denn er inkludiert Versandkosten:

Dear (E-Mailadresse)

This email confirms that you received an instant payment of €750.00 EUR from Vorname Nachname (musteradresse@gmail.com) via PayPal MERCHANDISE Payment Service.

Reversals: This method of payment can not be reversed.
Status: Pending
See the "Note" of the pending operation below
________________________________________

Payment Details
Merchandise Amount: €300.00 EUR
Transport Charges: €400.00 EUR
Western Union Fee: €50.00 EUR
Total: €750.00 EUR

Transaction: 7UI9998157435632E
Description: ITEM
Merchandise Status: Purchased
________________________________________

Transport Company: " EMS TRANSPORT "
Courier Details:

First Name: XXXXXXXX
Last Name: XXXXXXXX
Address: Street xxxxxxxx 32
State     : Odessa
zip code: 65000
Country: UKRAINE

Address Status: Confirmed

(...)

Sincerely,
The PayPal Team.

Grafisch sieht die gefälschte PayPal-Nachricht seriös aus:


Eine gefälschte PayPal-Notification.

Überweisung eingefroren

Es folgt eine weitere gefälschte PayPal-Nachricht. Darin ist davon die Rede, dass der Differenzbetrag zum Kaufpreis für die Transportkosten der Ware vorgesehen sei. Verkäufer/innen sollen diesen an ein Logistikunternehmen im Ausland überweisen. Erst dann könne PayPal den Kaufpreis freigeben und an die Vertragspartner/innen überweisen:

Dear E-Mailadresse

You have received a PayPal payment of €750.00 EUR  From Vorname Nachname (musteradresse@gmail.com). We've placed a temporary hold on the funds of this transaction.  

As mentioned in the receipt of payment and as per New PayPal Payment policy of merchandise, we have fully debited the total amount (above) from the buyer's account which included the Transport / Delivery Charges (Astra Postal Services).

In order to complete this transaction and get the funds approved in your account. We advise that you go to the nearest office western union Office, Agent or you can check the location of the nearest western union agent online westernunion.com and send the excess sum of €400.00 EUR for the carrier and  send us a scanned copy / photo of the transaction receipt you got from the western union office or Agent (in. JPG Format).

NOTE: This is important as a safety measure to ensure the safety of the operation.

Below is the address of the transport agent, where you'll have the money sent via western union Money Transfer.

Click here Locate the nearest Western Union office
Transport Company "EMS EXPRESS SERVICE"
First Name: XXXXXXXX
Last Name: XXXXXXXX

Address: Street xxxxxxxx 32
State     : Odessa
zip code: 65000
Country: UKRAINE

Address Status: Confirmed    

Your account will be credited accordingly upon receipt of information requested. Or should be sent in JPG format or send information entered in the form below:

(1) Sender's Name;
(2) Receiver's Name;
(3) Money Transfer Control Number ( M T C N );
(4) Amount Sent;
(5) western union Receipt
________________________________________

(...)

Das gefälschte PayPal-Schreiben wirkt auf den ersten Blick echt:


Eine gefälschte PayPal-Important information.

Betrüger/innen bestätigt die Angaben

Mit einer weiteren E-Mail melden sich die Kaufinteressent/innen und behauptet, dass sie den Kaufpreis samt Transportkostenzuschlag bereits an PayPal überwiesen haben:

Hello

I have just completed the payment,And i believe you should have received the notification emails from PayPal in regards to the payment..Please check your In-Box,SPAM  or JUNK  for payment Confirmation (E-Mailadresse ),I am sure you must have see the notification email from PayPal with the confirmation email that the payment has been made.

As you may have noticed, a  total sum of €750 was sent . €300 for the Item Purchased and the extra €400 for the shipping charges and am sure you notice that,which you will be sending €400 to the address below via western union also while the remain €50 is for the western union transfer Fee.You will have to make sire you don't make any mistake while send the agent fee Name and Information because it is very important.

First Name: XXXXXXXX
Last Name: XXXXXXXX

Address: Street xxxxxxxx 32
State     : Odessa
zip code: 65000
Country: UKRAINE

You will have to go ahead now ad send the agent money as soon as possible and send the western union receipt or the information you got from the Western Union to PayPal by replying to the notification email you received from PayPal and as soon as they verify the western union details valid, all your funds will be clear and activated into your account Immediately. You can go to any western union agent office close to your area.Western Union office can be found in any of the Post Office or Grocery stores close to you.

As per  the e-mail PayPal sent to me which is also similar to yours, you will have to pay an upfront payment out of your pocket via western union Office at any western union Office office to the address given to you, and you will be given the information requested which you will e-mail to PayPal by replying to the confirmation mail sent from them regarding the details you have from western union Office...and you will receive the whole money in your account without any delay.

You will also have to get back to me with the information below so that i can forward it to PayPal for verification.

Sender's Name
Receiver's Name
Western Union Receipt
MTCN
Amount Sent.

Thanks for the understanding and co-operating in the matter.Please transfer the money as soon as possible so that we can arrange the pick up without delay. It's Nice Doing Business With You.

Thanks.

Wie geht es weiter?

Verkäufer/innen, die den Differenzbetrag an das Transportunternehmen im Ausland überweisen, verlieren Geld. Das hat damit zu tun, dass die vermeintlichen PayPal-Benachrichtigungen gefälscht sind und von Kriminellen stammen. Die vermeintlichen Kaufinteressent/innen gibt es in Wahrheit nicht.

Woran erkennnen Sie den Kleinanzeigenbetrug?

  • Typisch für den Kleinanzeigenbetrug ist der Versuch von Kriminellen, die Konversation mit den Verkäufer/innen über einen externen E-Mailprovider zu führen. Damit umgehen sie die Sicherheitsvorkehrungen von Kleinanzeigenplattformen.
  • Die Betrüger/innen geben vor, dass sie im Ausland sind und schlagen deshalb vor, dass der Kaufpreis mitt PayPal bezahlt werden soll. Für die Transportkosten kommen sie auf. Der Vertragspartner soll einzig und allein den Differenzbetrag vom Kaufpreis ins Ausland überweisen. Es folgen gefälschte PayPal-Nachrichten, die Empfänger/innen unter anderem an gekaperten E-Mailadressen erkennen können.
  • Bei einer Aufforderung, Geld mittels Bargeldtransferdienstleistern, wie zum Beispiel Western Union oder MoneyGram, ins Ausland zu überweisen, ist immer Vorsicht geboten. Das ist ein weiterer Hinweis auf die betrgüerischen Absichten von Vertragsparter/innen.

Erklärvideo zum Kleinanzeigen-Betrug

Alternativ können Sie das Video auf https://vimeo.com/161727092 sehen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Reagieren Sie auf keine Kaufangebote, wenn sich Unbekannte per SMS bei Ihnen melden, die Kontaktaufnahme auf einer privaten E-Mailadresse wünschen und Ihnen vorschlagen, den Kaufpreis mit PayPal zu bezahlen. Das alles sind Hinweise auf einen klassischer Kleinanzeigen-Betrug. Er läuft darauf hinaus, dass Sie Geld verlieren!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

Alles zum Thema „Kleinanzeigen-Betrug

Kleinanzeigenbetrug mit gefälschten Post.at-Nachrichten

Kriminelle bieten günstige Waren auf österreichischen Kleinanzeigenplattformen an. Die Bezahlung soll per Nachnahme erfolgen. Es folgt eine gefälschte Post.at-Nachricht. Sie täuscht vor, dass die Verkäufer/innen das Produkt versendet haben. Damit die Post die Ware zustellen kann, sollen Käufer/innen Amazon-Gutscheine an das Unternehmen senden. Das Produkt gibt es dafür nicht.

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Gepostet am 08.03.2017 um 15:08 Uhr von Watchlist Internet

Wie Kriminelle Privatverkäufer/innen täuschen

Verkäufer/innen, die Waren im Internet verkaufen, können an Kriminelle geraten. Diese wollen die Ware kaufen und schlagen vor, den Kauf über ein neutrales Unternehmen abzuwickeln. Es soll die Ware und das Geld entgegennehmen und an die Vertragsparteien weiterleiten. In Wahrheit existiert es nicht. Die Ware geht mit dem Versand verloren.

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Gepostet am 10.02.2017 um 10:20 Uhr von Watchlist Internet

Scheckbetrug beim Privatverkauf

Kriminelle kontaktieren Privatverkäufer/innen und erwerben von diesen ein Produkt. Den Kaufpreis bezahlen sie mittels Scheck. Er fällt wesentlich höher aus, als vereinbart. Den Differenzbetrag sollen die Verkäufer/innen ins Ausland überweisen. Es stellt sich heraus, dass der Scheck ungedeckt ist, weshalb diese ihr Geld verlieren.

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Gepostet am 22.11.2016 um 14:48 Uhr von Watchlist Internet

Fake-Shops auf Amazon

Kriminelle kapern Händlerkonten auf Amazon. Über diese inserieren sie günstige Artikel und fordern, dass ihnen Kaufinteressent/innen vor Abgabe der Bestellung eine E-Mail senden. Es folgen gefälschte Amazon-Nachrichten. Kund/innen müssen den Kaufpreis auf ein ausländisches Konto überweisen. Das Geld ist verloren, die Ware gibt es nicht.

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Gepostet am 19.10.2016 um 11:37 Uhr von Watchlist Internet

Die betrügerische Eurospedition GmbH

Kriminelle verkaufen günstige Waren über das Interent. Für die Kaufabwicklung nützen sie die Eurospedition GmbH. Das Unternehmen gewährt angeblich Sicherheit und verlangt von Käufer/innen eine Vorabzahlung des Kaufpreises. In Wahrheit existiert es nicht. Die Geldüberweisung gelangt direkt an Kriminelle. Die Ware gibt es dafür nicht.

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Gepostet am 12.09.2016 um 14:51 Uhr von Watchlist Internet

Falsche Verbund-Rechnung verbreitet Schadsoftware

Im E-Mailpostfach findet sich eine Rechnung des Stromanbieters Verbund. Kund/innen sollen diese auf der Website „verbund-bill.com“ ansehen. Dem sollen Empfänger/innen nicht nachkommen, denn andernfalls installieren sie Schadsoftware auf ihrem Computer. Sie macht den PC unbrauchbar. Kriminelle fordern Bitcoins, um den Schaden zu beheben.

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Gepostet am 25.08.2016 um 14:46 Uhr von Watchlist Internet

Gefährlicher Privatverkauf mit PayPal

Wer auf Kleinanzeigenplattformen Waren verkauft, kann Nachrichten von Verbrechern erhalten, die vorgeben, das inserierte Produkt kaufen zu wollen. Sie schlagen vor, die Kommunikation mit privaten E-Mailadressen zu führen und den Kauf über PayPal abzuwickeln. Das dient letzten Endes dem Zweck, Verkäufer/innen finanziell zu schädigen.

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Gepostet am 02.08.2016 um 16:26 Uhr von Watchlist Internet

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