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Die betrügerische Eurospedition GmbH

Gepostet am 12.09.2016 um 14:51 Uhr von Watchlist Internet

Kriminelle verkaufen günstige Waren über das Interent. Für die Kaufabwicklung nützen sie die Eurospedition GmbH. Das Unternehmen gewährt angeblich Sicherheit und verlangt von Käufer/innen eine Vorabzahlung des Kaufpreises. In Wahrheit existiert es nicht. Die Geldüberweisung gelangt direkt an Kriminelle. Die Ware gibt es dafür nicht.

Auf Kleinanzeigenplattformen finden sich günstige Produkte. Wer sich für diese interessiert, erfährt von den Verkäufer/innen, dass sie im Ausland sind. Aus diesem Grund schlagen sie vor, den Kauf über ein neutrales Speditionsunternehmen abzuwickeln: Es erhält die Ware und das Geld. Sobald es beides hat, sendet es das Produkt an die Käufer/innen. Diese können die Ware begutachten: Gefällt sie ihnen, ist der Kaufvertrag perfekt, gefällt sie ihnen nicht, nimmt das Speditionsunternehmen die Ware zurück und refundiert das Geld. Das Risiko, Opfer eines Betrugs zu werden, ist damit gleich null. Oder doch nicht?

Speditionsunternehmen existiert nicht

Die Website eurospedition-gmbh.com.

In Wahrheit gibt es das Speditionsunternehmen nicht: Es handelt sich um einen Fake-Anbieter. Seine Nachrichten stammen in Wahrheit von den kriminellen Verkäufer/innen. Das ist zum Beispiel bei der EUROSPEDITION GmbH der Fall. In einem ihrer Schreiben, das zu einer Geldüberweisung auffordert, heißt es:

EUROSPEDITION GmbH *** Transport & Logistics ***

Sehr geehrter Kunde,

Wir freuen uns, Sie darüber zu informieren zu können, dass Sie ein Paket in Verwahrung bei EUROSPEDITION GmbH haben !

* Beschreibung des Gegenstandes: 2010 Opel Corsa 1.3 CDTI DPF
* Inspektion /* Status: JA / Exzellent - Österreich Zulassungspapiere
* Preis:
* Anzahlung (50%) - Rückzahlbar
3.300,00 EUR
1.650,00 EUR
* Trackingnummer: TCxxxxxxxxxUExxx

Verfolgen Sie Ihre Lieferung auf unserer Webseite mithilfe Ihrer Trackingnummer: eurospedition-gmbh.com (...)

Zahlungsdetails: Bei internationalen Transaktionen muss eine Anzahlung von 50% vor der Lieferung bezahlt werden. Gemäß unserer Firmenpolitik besteht der nächste Schritt in der Überweisung von € 1.650,00 an unsere Firma entsprechend der angehängten Rechnung.

Bankverbindung :
Kontoinhaber/Empfänger: R E
IBAN: CY54 0050 0301 0003 xxxx xxxx xxxx
SWIFT (BIC): HEBACY2N
BANK: Hellenic Bank
Zu überweisende Betrag: € 1.650,00
Verwendungszweck Zahlung - Transaktion ID# NO/2016/xxxxxx

Beim Überweisen der Gelder verwenden Sie bitte die Option "Blitz-", "Dringend-" oder "SEPA -Eilüberweisung". Bitte verwenden Sie die richtigen Informationen ( Kontoinhaber, IBAN und den SWIFT Code) wenn Sie die Zahlung senden.

Nach erfolgreicher Überweisung auf unser Bankkonto bestätigen Sie bitte die Überweisung und senden Sie uns die gescannte Bestätigung per Mail an: info@eurospedition-gmbh.com um die Überweisung von unserer Finanzabteilung schneller bestätigt zu erhalten.

Wenn die Überweisung per Online-Banking erfolgte, können Sie uns einen Bildschirmausdruck der Überweisung an unsere Mail-Adresse senden: info@eurospedition-gmbh.com

HINWEIS: Wir bieten Geld-zurück-Garantie !

Unmittelbar nach Bestätigung der Zahlung durch die Finanzabteilung beginnen wir die Lieferung der Auto an die von Ihnen genannte Adresse. Für die Lieferung an Ihre Adresse sind drei bis fünf Tage zu veranschlagen.

* Falls der Käufer sich entscheidet, das Fahrzeug nicht zu behalten, übernimmt unsere Firma den Rücklieferungsprozess, bei dem das Fahrzeug vom Wohnort des Käufers zu unserer Garage zurück transportiert wird. In diesem Fall erhält der Käufer eine volle Erstattung des Geldes.
* Wenn sich der Käufer nach Ablauf der fünf Tage entschließt, das Auto zu behalten, wird er veranlasst, die Restsumme zu bezahlen (den restlichen Kaufpreis des Autos). (...)

Kaufinteressent/innen, die die „Anzahlung von 50% vor der Lieferung“ bezahlen, erleiden einen finanziellen Verlust. Das in Aussicht gestellte Produkt - in diesem Fallbeispiel den 2010 Opel Corsa 1.3 CDTI DPF - gibt es dafür nicht.

Erklärvideo zum Kleinanzeigenbetrug

Alternativ können Sie das Video auf https://vimeo.com/161727092 sehen.

Sie wurden Opfer?

In diesem Fall brechen Sie jeden Kontakt mit dem vermeintlichen Verkäufer/innen ab. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Informieren Sie Ihre Bank und besprechen mit ihr das weitere Vorgehen, damit Sie den finanziellen Schaden minimieren bzw. noch rechtzeitig abwenden können.

Wie schützen Sie sich generell vor Kleinanzeigenbetrügern?

Verlassen Sie nicht die von Kleinanzeigenplattformen zur Verfügung gestellte Infrastruktur, denn diese kennt Sicherheitsvorkehrungen, die Sie schützen sollen. Beispielsweise kann die Verwendung der Plattform-eigenen E-Mailadresse durch die Vertragspartner/innen dazu führen, dass die Kleinanzeigenplattform verdächtige (Massen-) E-Mails von unseriösen Personen filtert. Das erhöht Ihre Sicherheit! Bezahlen Sie keine Ware, bevor Sie diese nicht persönlich begutachten konnte. Andernfalls besteht das Risiko, dass Sie Opfer eines Betrugs werden. Überweisen Sie kein Geld ins Ausland.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Wenn Sie auf Kleinanzeigenplattformen günstige Waren entdecken, Ihr Gegenüber im Ausland ist und der Kauf über ein vermeintlich neutrales Unternehmen abgewickelt werden soll, brechen Sie jeden Kontakt ab. In diesem Fall handelt es sich um Hinweise auf einen klassischen Internetbetrug!

 

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung von eurospedition-gmbh.com.)

Alles zum Thema „Kleinanzeigen-Betrug

Wie Kriminelle Privatverkäufer/innen täuschen

Verkäufer/innen, die Waren im Internet verkaufen, können an Kriminelle geraten. Diese wollen die Ware kaufen und schlagen vor, den Kauf über ein neutrales Unternehmen abzuwickeln. Es soll die Ware und das Geld entgegennehmen und an die Vertragsparteien weiterleiten. In Wahrheit existiert es nicht. Die Ware geht mit dem Versand verloren.

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Gepostet am 10.02.2017 um 10:20 Uhr von Watchlist Internet

Einkaufsbetrug mit gefälschten PayPal-Nachrichten

Kaufinteressent/innen wollen von Privatverkäufer/innen ein Produkt erwerben. Die Bezahlung erfolgt über PayPal. Der Anbieter leitet den Kaufpreis weiter, sobald die Verkäufer/innen die vereinbarten Transportkosten ins Ausland überweisen. Die PayPal-Nachrichten sind gefälscht und stammen von Kriminellen. Bei einer Auslandsüberweisung verlieren die Verkäufer/innen Geld.

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Gepostet am 19.12.2016 um 09:18 Uhr von Watchlist Internet

Scheckbetrug beim Privatverkauf

Kriminelle kontaktieren Privatverkäufer/innen und erwerben von diesen ein Produkt. Den Kaufpreis bezahlen sie mittels Scheck. Er fällt wesentlich höher aus, als vereinbart. Den Differenzbetrag sollen die Verkäufer/innen ins Ausland überweisen. Es stellt sich heraus, dass der Scheck ungedeckt ist, weshalb diese ihr Geld verlieren.

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Gepostet am 22.11.2016 um 14:48 Uhr von Watchlist Internet

Fake-Shops auf Amazon

Kriminelle kapern Händlerkonten auf Amazon. Über diese inserieren sie günstige Artikel und fordern, dass ihnen Kaufinteressent/innen vor Abgabe der Bestellung eine E-Mail senden. Es folgen gefälschte Amazon-Nachrichten. Kund/innen müssen den Kaufpreis auf ein ausländisches Konto überweisen. Das Geld ist verloren, die Ware gibt es nicht.

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Gepostet am 19.10.2016 um 11:37 Uhr von Watchlist Internet

Falsche Verbund-Rechnung verbreitet Schadsoftware

Im E-Mailpostfach findet sich eine Rechnung des Stromanbieters Verbund. Kund/innen sollen diese auf der Website „verbund-bill.com“ ansehen. Dem sollen Empfänger/innen nicht nachkommen, denn andernfalls installieren sie Schadsoftware auf ihrem Computer. Sie macht den PC unbrauchbar. Kriminelle fordern Bitcoins, um den Schaden zu beheben.

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Gepostet am 25.08.2016 um 14:46 Uhr von Watchlist Internet

Gefährlicher Privatverkauf mit PayPal

Wer auf Kleinanzeigenplattformen Waren verkauft, kann Nachrichten von Verbrechern erhalten, die vorgeben, das inserierte Produkt kaufen zu wollen. Sie schlagen vor, die Kommunikation mit privaten E-Mailadressen zu führen und den Kauf über PayPal abzuwickeln. Das dient letzten Endes dem Zweck, Verkäufer/innen finanziell zu schädigen.

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Gepostet am 02.08.2016 um 16:26 Uhr von Watchlist Internet

Warnung vor riker-immo.com

Auf Kleinanzeigenplattformen inserieren Kriminelle günstige Wohnungen. Wer sich für diese interessiert, erfährt, dass die Riker Immo Limited für die Vermietung oder den Verkauf der Immobilie zuständig ist. Es handelt sich um ein Fake-Unternehmen, das Geld fordert, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

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Gepostet am 23.06.2016 um 11:39 Uhr von Watchlist Internet

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