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Betrug mit der Traumwohnung

Gepostet am 28.11.2013 um 12:56 Uhr von Watchlist Internet

Schöne Wohnungen zu auffallend günstigen Mieten tauchen vermehrt auf Kleinanzeigen-Plattformen auf. Der vermeintliche Vermieter meldet sich aus dem Ausland und bietet an, den Schlüssel gegen Kaution zuzuschicken. Das Angebot entpuppt sich als Fake.

Die Betrüger/innen, die meist aus dem Ausland agieren, kopieren echte Wohnungsangebote aus bekannten Kleinanzeigen- und Immobilienplattformen im Internet und stellen ihre Inserate ebenfalls dort ein. Allerdings bieten sie die Wohnungen zu auffallend günstigen Mieten an, noch dazu meist provisionsfrei z.B. eine 3-Zimmer-Wohnung in zentraler Lage in Wien um 470.- Euro/Monat, zusätzlich voll möbliert. Viele Wohnungssuchende lassen sich mit den verlockenden Preisen und den attraktiven Fotos ködern. Betroffen sind alle bekannten Online-Portale für die Wohnungssuche.

Vermietung aus dem Ausland

Bei der Kontaktaufnahme mit dem vermeintlichen Vermieter heißt es, dieser sei beispielsweise aus beruflichen Gründen ins Ausland gezogen. Auffallend ist auch, dass die Wohnungsanzeigen immer auf Deutsch verfasst sind, die Antworten vom angeblichen Anbieter hingegen auf Englisch. Die E-Mails sind gespickt mit „persönlichen Details“, um bei den Interessent/innen Vertrauen zu erzeugen. Manchmal werden sogar Ausweiskopien mitgeschickt, um den Glauben an eine reale Person zu stärken die Dokumente sind natürlich gestohlen. Und falls die Möblierung der Wohnung nicht gewünscht ist, bietet der/die vermeintliche Vermieter/in „freundlicherweise“ an, die Möbel auf eigene Kosten einlagern zu lassen.

Ein Beispiel aus einer betrügerischen E-Mail:

This apartment was purchased for my daughter during her studies and internship in Wien. She wanted to work and continue to practice in Wien but i have found a better option here and she come back. I don`t want to sell it because never know in the future what will be she option so we decided together to rent it to some one who can take care of it.

Now, a little bit about myself: My name is Albert Winsmarkt and I'm a 57 years old researcher in pharmaceutical products from United Kingdom. Unfortunately, my job don't allow me to do any traveling for the next few months, so I will not be able to come and meet you personally for a while.
However, this won't affect the rental process.

Wohnungsschlüssel gegen Kaution

In den E-Mails wird folgender weiterer Ablauf vorgeschlagen: Gegen Vorauszahlung einer Kaution sowie der ersten Miete könne der Schlüssel zugeschickt werden. Für die Zahlung an den Vermieter und die Schlüsselübergabe könne ein ausländisches Treuhandunternehmen eingesetzt werden. Die Zahlung an den Treuhänder soll über einen Online-Geldtransferdienst (z.B. Western Union) erfolgen.

Ein Beispiel aus einer betrügerischen E-Mail:

Hi again,

I want to inform you that Adac-rentals will hold the money until you will confirm to them that you like the apt and keep the keys. If you don't like it, you only have to return the keys to them after they will refund the money to you and they will deliver the keys back to me on my expense.I will need to inform you the steps about how this service works and how we can make it happen. ou will only have to deposit to Adac-rentals Service the 1 months of rent + security deposit -960€- so they can proceed with the shipping,and you can receive the keys and the contract.Like I said, I will pay for a express services 24hours delivery so you will receive the Keys and the contract signed by me right away.

Keine Wohnung, kein Treuhänder, kein Geld mehr

In Wirklichkeit gibt es aber weder Wohnung noch Schlüssel, auch der Treuhanddienst existiert nicht. Geldbeträge, die an den vermeintlichen Treuhänder geschickt werden, fließen direkt an die Betrüger/innen. Den Geschädigten bleibt nur eine Betrugsanzeige bei der Polizei (lesen Sie auch: Wie mache ich eine Anzeige?). Die betrügerischen Wohnungsanzeigen werden in der Regel nach kürzester Zeit wieder aus dem Netz gelöscht.

Beispiel für ein nicht-existentes TreuhandunternehmenDie „ADAC Rental Ltd“ ist ein Beispiel für einen vermeintlichen Treuhanddienst, der von einem Betrüger in Zusammenhang mit Wohnungsanzeigen genannt wird. Das Treuhandunternehmen existiert in Wirklichkeit nicht, das Geld geht direkt an den Betrüger.

Unsere Tipps für die Wohnungssuche im Internet:

  • Bezahlen Sie eine Anzahlung bzw. Kaution nie im Voraus, solange Sie die entsprechende Wohnung nicht mit eigenen Augen besichtigt haben und seien Sie bei extrem günstigen Angeboten besonders skeptisch.
  • Nehmen Sie von Überweisungen ins Ausland Abstand und gehen Sie nicht auf die Abwicklung über ein Treuhandservice ein. Die Zusendung eines Wohnungsschlüssels gegen Kaution ist völlig unüblich! Oder würden Sie Ihre Wohnung im Wert von mehreren hunderttausend Euro an eine/n völlig Unbekannte/n vermieten?

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Vorsicht beim Ticketkauf im Internet

Der Ticketkauf im Internet ist zum Teil risikobehaftet, denn Käufer/innen können an kriminelle Vertragspartner/innen gelangen. Sie verlangen eine Bezahlung im Voraus und erbringen keine Gegenleistung. Ebenfalls ist es möglich, dass Käufer/innen eine gefälschte Eintrittskarte erhalten, mit der kein Einlass zur Veranstaltung möglich ist.

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Gepostet am 03.04.2017 um 13:48 Uhr von Watchlist Internet

Betrug mit günstigen Wohnungsangeboten

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Kleinanzeigenbetrug mit gefälschten Post.at-Nachrichten

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Wie Kriminelle Privatverkäufer/innen täuschen

Verkäufer/innen, die Waren im Internet verkaufen, können an Kriminelle geraten. Diese wollen die Ware kaufen und schlagen vor, den Kauf über ein neutrales Unternehmen abzuwickeln. Es soll die Ware und das Geld entgegennehmen und an die Vertragsparteien weiterleiten. In Wahrheit existiert es nicht. Die Ware geht mit dem Versand verloren.

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Einkaufsbetrug mit gefälschten PayPal-Nachrichten

Kaufinteressent/innen wollen von Privatverkäufer/innen ein Produkt erwerben. Die Bezahlung erfolgt über PayPal. Der Anbieter leitet den Kaufpreis weiter, sobald die Verkäufer/innen die vereinbarten Transportkosten ins Ausland überweisen. Die PayPal-Nachrichten sind gefälscht und stammen von Kriminellen. Bei einer Auslandsüberweisung verlieren die Verkäufer/innen Geld.

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