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Fake-YouTube-Videos mit Elon Musk führen zu Betrug mit Kryptowährung

Gepostet am 02.05.2022 von Watchlist Internet

Kriminelle fälschen Videos mit Elon Musk. In diesen Videos erhalten Zuseher:innen angeblich ein Geschenk von Musk. Er bietet die Möglichkeit, Bitcoins oder Ethereum zu verdoppeln. Und das ganz einfach: Sie überweisen Kryptowährung an ein bestimmtes Wallet und erhalten das Doppelte zurück. Achtung: Sie überweisen an Kriminelle und verlieren Geld!

Elon Musk wird als Werbefigur für Kryptowährungsbetrug missbraucht. Auf YouTube tauchen immer wieder Fake-Videos auf, in denen der Unternehmer Elon Musk angeblich Empfehlungen zu Kryptowährungen gibt. Als „Giveaway“ gibt er Ihnen die Chance, Ihre Kryptowährung zu verdoppeln. Tatsächlich wird man auf betrügerische Plattformen verwiesen und überweist an Kriminellen. Ihr Geld ist dann verloren!

Worum geht’s in den Fake-Videos?

Kriminelle geben sich in den Videos als Elon Musk aus. Sie fälschen YouTube-Kanäle von Musk's Unternehmen SpaceX oder Tesla. In den Videos erhalten Sie dann Empfehlungen und Tipps für den Handel mit Kryptowährungen - angeblich von Musk höchstpersönlich. Sehr oft werden in diesen Videos auch Gespräche eingeblendet, wo sich Elon Musk und anderen bekannte Unternehmer:innen über Kryptowährungen als Investitionsmöglichkeiten unterhalten.

Musk bietet angeblich die Möglichkeit, einen bestimmten Betrag an ihn zu senden. Der Betrag wird dann von ihm verdoppelt. Diese Chance wird als einmaliges „Giveaway“ beworben. Man wird aufgefordert, rasch zu handeln. Denn das großartige Angebot ist nur begrenzt verfügbar. Im Video sind auch die Bedingungen ersichtlich:

If you send 0,1+ BTC, you will get 0,2+ BTC back.
If you send 0,5+ BTC, you will get 1+ BTC back.
If you send 1+ BTC, you will get 2+ BTC back.
If you send 5+ BTC, you will get + BTC back.
If you send + BTC, you will get 10+ BTC back.
If you send 10+ BTC, you will get 20+ BTC back.

Diese Verdoppelung funktioniert laut Erklärung nicht nur mit Bitcoins, sondern auch mit ETH.

Wer die Chance wahrnehmen möchte, wir aufgefordert eine externe Website aufzurufen, z. B. space-musk.org oder deptesla.com. Dort erfährt man die Adresse, auf die Bitcoin oder Ethereum transferiert werden sollte.

Achtung:

Bei den Videos handelt es sich zum Teil um echte Videoausschnitte oder Aussagen von Musk. Diese wurden aber vollkommen aus dem Kontext gerissen. Sehr oft werden die Videos auch manipuliert oder mit anderen Aussagen zusammengeschnitten und verfälscht.

Woran erkenne ich, dass diese Videos nicht echt sind?

  • Das Angebot ist zu schön, um wahr zu sein: Warum sollte Elon Musk Ihre Kryptowährung verdoppeln? Welche Vorteile hätte das für ihn? Eben – keine!
  • YouTube-Konto überprüfen: Sehen Sie sich das Konto, dass das Video veröffentlicht hat, genau an. Welche Videos gibt es sonst noch? Welche Infos finden Sie? Wie lange gibt es das Konto schon? Wie viele Follower hat das Konto? Auf Fake-Konten finden sich meist sonst keine Videos oder Inhalte. Es handelt sich um gehackte Konten.
  • Keine Kommentare möglich: Bei betrügerischen Werbevideos sind meist die Kommentare deaktiviert. Klar – sonst würden Opfer andere möglicherweise warnen.
  • Bestätigtes Konto: Die Fake-YouTube-Konten wirken zunächst so, als wären sie die offiziellen YouTube-Kanäle von Musk‘ Unternehmen SpaceX oder Tesla. Suchen Sie SpaceX oder Tesla auf YouTube und achten Sie auf den Haken neben dem Kontonamen. Der Haken bedeutet, dass das Konto von YouTube bestätigt wurde. YouTube-Konten von großen Unternehmen wie SpaceX sind in der Regel bestätigt! In der folgenden Abbildung sehen Sie, wie ein bestätigtest Konto aussehen müsste.

Screenshots von Fake-Videos mit Elon Musk

Im Folgenden sehen Sie einige Beispiele, wie diese Fake-Videos mit Elon Musk aufgebaut sind. In den Screenshots erkennen Sie einen ähnliche Vorgehensweise: 

  • In einer Video-Konferenz unterhalten sich Elon Musk und andere bekannte Unternehmer:innen oder Investment-Persönlichkeiten über Investitionsmöglichkeiten bzw. Kryptowährung. 
  • Es wird ein Hinweis zu einer betrügerischen Website eingeblendet.
  • Das Konto, dass das Video veröffentlicht hat, ist kein bestätigtes Konto.
  • Die Versprechen und die Investitionsbedingungen sind völlig unrealistisch. 

Fake-Video 1

Fake-Video 2

Fake-Video 3

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