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Gefälschte Virenwarnung auf dem Smartphone

Gepostet am 20.03.2017 um 14:22 Uhr von Watchlist Internet

Während der mobilen Nutzung des Smartphones erscheinen angebliche Virenwarnungen. Sie geben vor, dass das Endgerät mit Schadsoftware infiziert sei. Abhilfe schafft ein Schutzprogramm aus einer unbekannten Quelle. Es kann Schadsoftware installieren oder zu einem Abovertrag führen.

Während der mobilen Nutzung des Smartphones erscheint eine Benachrichtigung am Display. In dieser heißt es, dass Besitzer/innen ihren Android Launcher aktualisieren müssen. Grundsätzlich ermöglicht es ein Android Launcher, dass Benutzer/innen ihr Betriebssystem an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Er ist für den alltäglichen Smartphonegebrauch unerheblich. Weshalb ihn Besucher/innen dennoch aktualisieren sollen, bleibt offen:


Eine Warnung auf bonsieto.info.

Die Betätigung der Meldungs-Schaltfläche „OK“ führt zu einer vermeintlichen Virenwarnung. Wortwörtlich heißt es: „Ihr Telefon verfügt über (3) Virus!“.


Die Viruswarnung auf bonsieto.info.

Schließlich fordern Unbekannte die Smartphone-Besitzer/innen dazu auf, ein aktuelles Antivirenprogramm herunterzuladen. Von dem Android Launcher ist nicht mehr die Rede:


Android-Benutzer/innen sollen ein Antivirenprogramm herunterladen.

Die notwendige Installation eines Antivrenprogramms begründen die Unbekannte damit, dass die Daten der Besucher/innen in Gefahr seien:


Eine gefälsche Viren-Warnung.

Schließlich können Interessent/innen nach zahlreichen Meldungshinweisen das Antivirenprogramm installieren:


Eine Benachrichtigung, die dazu auffordert, dass Smartphone-Besitzer/innen ein Antivirenprogramm installieren sollen.

Warum Sie das Antivirenprogramm nicht installieren sollten

Die angeblichen „Systembenachrichtigungen“ stammen - in diesem Fallbeispiel - von der Website bonsieto.info. Es ist unbekannt, wer sie betreibt, denn ein Anonymisierungsdienst aus Panama hat die Domain registriert. Unabhängig davon warnt der Webbrowser bei einem direktem Aufruf der Website davor, dass sie betrügerisch sei:


Die betrügerische Website bonsieto.info.

Es stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, wenn Sie Dateien aus unbekannten Quellen, wie zum Beispiel der Website bonsieto.info, installieren. Das kann dazu führen, dass Sie es Kriminellen ermöglichen, Schadsoftware auf Ihrem Smartphone zu hinterlegen. Dadurch ist es diesen beispielsweise möglich, Ihr Endgerät auszuspähen, Kontaktdaten zu stehlen, auf Ihre Kosten teure Mehrwertdienste anzurufen, Passwörter zu stehlen oder TAN-Codes, die Sie von Ihrer Bank per SMS erhalten, abzufangen.

Kostenpflichtiges Abo?

Websites können das sogenannte Wireless Application Protocol („WAP“) nutzen. Es ermöglicht den Betreiber/innen, die Rufnummer von Besucher/innen auszulesen. Das ist für Einkäufe mit dem Smartphone nützlich, kann jedoch zu ungewollten Aboverträgen führen. Im Fall von ungewollten Aboverträgen verstecken unseriöse Anbieter ihre Kostenhinweise und verschweigen, dass Kund/innen mit dem Betätigen einer Schaltfläche einen Vertrag abschließen. Die Abrechnung für diesen erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Zu nichts anderem kann die Installation eines vermeintlichen Antivirenprogrammes führen.

Wie schützen Sie sich?

Damit Sie keine Schadsoftware auf Ihrem Smartphone installieren oder mit diesem keine ungewollten Aboverträge abschließen, können Sie unter anderem nachfolgende Sicherheitsvorkehrungen treffen:

  • Deaktivieren Sie in Ihren Smartphone-Einstellungen die Möglichkeit, dass Sie „Apps von anderen Quellen als Play Store installieren“ können.
  • Lassen Sie Ihre Rufnummer für Mehrwertdienste (-sms und nummern) sowie WAP-/Web-Billing sperren - dadurch können Ihnen Drittanbieter keine ungewollten Kosten verrechnen.
  • Kontrollieren Sie die Rechte, die Anwendungen verlangen. Gehen diese zu weit, installieren Sie ein alternatives Programm.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Lassen Sie sich nicht von Websitenbenachrichtigungen täuschen, die vorgeben, dass Ihr Smartphone mit Schadsoftware befallen sei. Unseriöse Anbieter benutzen diese Benachrichtigungen, um Sie zu der Installation eines bösartigen Programmes oder dem Abschluss eines Abovertrages zu bewegen!

Alles zum Thema „Handy-Abzocke

Mobiles Surfen führt zu ungewollten Aboverträgen

Während dem mobilen Surfen können Konsument/innen ungewollte Aboverträge abschließen. Das geschieht, indem sie beispielsweise ein Werbefenster oder eine vermeintliche Virenwarnung schließen. Wie Sie in einem vergleichbaren Fall vorgehen und wie Sie sich generell vor ungewollten Vertragsabschlüssen über WAP-Billing schützen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

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Gepostet am 16.05.2017 um 13:30 Uhr von Watchlist Internet

Netnovert versendet Rechnung für Erwachsenenunterhaltung

Netnovert mit der Anschrift P.O. Box 13, Postovni 218, 25228 Cernosice versendet Rechnungen und Mahnungen an Konsument/innen. Grund dafür ist angeblich „Erwachsenenunterhaltung“ oder eine „Telefon-Sex-Dienstleistung“, die Empfänger/innen bezogen haben. Konsument/innen müssen der geforderte Betrag in Höhe von 90 Euro zuzüglich allfälliger Mahn- und Verzugskosten nicht zahlen!

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Gepostet am 21.12.2016 um 15:12 Uhr von Internet Ombudsmann

Rechnung von Nova für Erotik Service

Konsument/innen erhalten von Nova, P.O. Box 3, 338 08 Zbiroh, Tschechien, eine Rechnung oder Mahnung für die Nutzung eines Erotik Service am Smartphone. Dafür sollen sie 90 Euro, gegebenenfalls zuzüglich Mahn- und Verzugskosten in Höhe von 45 Euro, bar oder mittels Überweisung bezahlen. Bei der Forderung gibt es Ungereimtheiten.

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Gepostet am 06.12.2016 um 13:15 Uhr von Internet Ombudsmann

Smartphones vor Angriffen schützen

Das Smartphone gewinnt für den Alltag zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund ist es für Kriminelle attraktiv, dass sie gezielt mobile Endgeräte angreifen. Bei Opfern kann das zu einem Daten- oder Geldverlust führen. Mit einigen Sicherheitsvorkehrungen können Sie das verhindern. Wir zeigen Ihnen, welche das sind!

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Gepostet am 17.11.2016 um 16:57 Uhr von Watchlist Internet

Kein 100€ H&M Gutschein für Teilnahme an Umfrage

Auf Facebook oder über WhatsApp erhalten Internet-Nutzer/innen den Hinweis auf einen 100€ H&M Gutschein. Damit sie diesen erhalten, müssen sie vier Fragen beantworten und eine Umfrage über WhatsApp teilen. Den 100€ H&M Gutschein gibt es dafür nicht. Es handelt sich lediglich um Werbung für unterschiedliche Dienstleistungen.

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Gepostet am 08.09.2016 um 11:16 Uhr von Watchlist Internet

Gefälschte Post.at-SMS verbreitet Android-Trojaner

Smartphone-Nutzer erhalten angeblich von dem Absender „Post.At“ eine SMS mit nachfolgendem Inhalt: „Ihr Paket ist zur Abholung bereit. Ihre Abholort und die Rechnung ist hier - bit.ly/xxxx“. Wer den Link aufruft, wird aufgefordert, die Datei „postat.apk“ zu öffnen. Sie beinhaltet einen Trojaner für Android-Smartphones.

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Gepostet am 13.05.2016 um 14:14 Uhr von Watchlist Internet

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