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Kriminelle versenden betrügerische Rechnung

Gepostet am 06.06.2017 um 17:21 Uhr von Watchlist Internet

In einer gefälschten Rechnung ist davon die Rede, dass Empfänger/innen eine hohe Geldsumme schulden. Weiterführende Informationen dazu finden sich angeblich im Dateianhang der E-Mail. In Wahrheit verbirgt dieser Schadsoftware. Wer den Dateianhang öffnet, um die Rechnung zu sehen, installiert damit ein bösartiges Programm. Es verursacht Schäden am Computer.

Ein angeblicher Rechtsanwalt versendet eine bedrohlich klingende Rechnung. Darin fordert er Empfänger/innen auf, ehestmöglich Geld an ihn zu überweisen. Weiterführende Informationen zum Rechtsgrund der Forderung finden Konsument/innen angeblich im Dateianhang der Nachricht:

Von: "Rechtsanwalt Bank-Pay AG"
Betreff: Unbeglichene Rechnung 01.06.2017 Nummer 00075971

Sehr geehrte/r Vorname Nachname,

leider haben wir festgestellt, dass unsere Aufforderung NR000759719 bislang ohne Reaktion Ihrerseits blieb. Jetzt geben wir Ihnen damit letztmalig die Chance, den nicht gedeckten Betrag der Firma Bank-Pay AG zu begleichen.

Aufgrund des andauernden Zahlungsausstands sind Sie angewiesen zusätzlich, die durch unsere Beauftragung entstandene Gebühren von 50,31 Euro zu bezahlen. Bei Rückfragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden. Um weitete Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 31.05.2017.

Verbindliche Personalien:

Vorname Nachname
Musteradresse 3
111111 Musterstadt

Bitte überweisen Sie den aussehenden Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 05.06.2017 auf unserem Konto verbucht wird. Falls wir bis zum genannten Termin keine Überweisung verbuchen, sind wir gezwungen Ihren Mahnbescheid an ein Inkasso zu übergeben. Alle damit verbundenen Kosten werden Sie tragen müssen.

Eine vollständige Kostenaufstellung NR000759719, der Sie alle Buchungen entnehmen können, ist beigelegt.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Julian Kappeler

Dateianhang: Vorname Nachname 01.06.2017.zip

Wichtiger Hinweis: Es gibt zahlreiche weitere Varianten  dieser betrügerischen Zahlungsaufforderung. Die darin genannten Unternehmen sind zum Beispiel Amazon, Bank-Pay, Directpay, Ebay, GiroPay 24, Mail & Media, Online24 Pay, Online Pay oder Pay Online. Für sie gilt sinngemäß das nachfolgend Ausgeführte.

Was befindet sich im Dateianhang?

In der Zahlungsaufforderung ist davon die Rede, dass sich in der ZIP-Datei eine „vollständige Kostenaufstellung“ finde. Diese Behauptung ist falsch, denn in Wahrheit verbergen Kriminelle in der ZIP-Datei Schadsoftware. Wer sie in der Annahme, eine Rechnung vorzufinden, öffnet, installiert ein bösartiges Programm. Es ermöglicht den verbrecherischen Absender/innen beispielsweise einen Zugriff auf den fremden Computer, kann Daten verschlüsseln, Passwörter stehlen oder den infizierten Computer für das Verbreiten von illegalen Inhalten nutzen.

Woran erkennen Sie die gefälschte Rechnung?

Dass die Zahlungsaufforderung kriminell ist, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Das Schreiben ergeht grundlos an Sie, denn Sie haben keine offene Rechnung bei der „Firma Bank-Pay AG‘“.
  • Die „Bank-Pay AG“ gibt es nicht. Das können Sie mittels einer Internetrecherche in Erfahrung bringen.
  • Es ist verdächtig, wenn Sie eine Rechnung erhalten, die sich in einer ZIP-Datei befinden soll. Üblicherweise wird dafür das PDF-Format verwendet.
  • Beim Öffnen der ZIP-Datei sehen Sie, dass sie ein EXE-Programm verbirgt. Es kann Änderungen am Computer vornehmen und ist damit besonders gefährlich
  • Die E-Mail stammt angeblich von einem „Rechtsanwalt Julian Kappeler“. Suchen Sie nach diesem Anwalt, stellen Sie fest, dass es ihn nicht gibt.

Erklärvideo zu gefälschten Rechnungen

Hinweis: Alternativ können Sie das Erklärvideo auf https://vimeo.com/136098097 sehen.

Wie schützen Sie sich generell vor Schadsoftware?

Damit Sie verhindern, Opfer eines Verbrechens zu werden, empfehlen wir Ihnen, dass Sie keine Dateianhänge von unbekannten Absender/innen öffnen: Es besteht Gefahr, dass sich darin Schadsoftware verbirgt. Verwenden Sie ein Administratoren- und ein Benutzerkonto. Nur mit dem ersten können Sie Veränderungen am Betriebssystem vornehmen. Mit dem Benutzerkonto ist das nicht möglich, denn es kann keine Veränderungen am Betriebssystem vornehmen. Damit lässt sich unbemerkt keine Schadsoftware installieren. Aktualisieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Programme und Ihr Betriebssystem. Das hat den Vorteil, dass bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden und Kriminelle sie nicht mehr für ihre Verbrechen ausnützen können. Sichern Sie wichtige Dateien in regelmäßigen Abständen auf einem externen Festplatte ab. Das verhindert den Verlust wichtiger Dokumente. Verwenden Sie ein Antivirenprogramm und eine Firewall.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Öffnen Sie keine Dateianhänge von unbekannten Absender/innen, denn sehr oft verbirgt sich darin Schadsoftware.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung der gefälschten Rechnung.)

Alles zum Thema „Gefälschte Rechnungen

Gefälschte Mein A1-Rechnung im Umlauf

Konsument/innen erhalten eine gefälschte Rechnung von „Mein A1“. Darin fordert unbekannten Absender/nnen von Kund/innen, dass sie den Dateianhang „Zahlung.doc“ öffnen. Er ermöglicht den Kriminellen die Installation von Schadsoftware auf den Computern ihrer Opfer. Aus diesem Grund dürfen Sie die angebliche Rechnung von A1 nicht ansehen!

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Gepostet am 01.12.2017 um 10:41 Uhr von Watchlist Internet

Gefälschte A1-Rechnung installiert Schadsoftware

Eine gefälschte A1-Nachricht fordert Empfänger/innen dazu auf, dass sie eine Website aufrufen und sich auf dieser ihre Rechnung ansehen. Wer dem nachkommt, lädt die Datei „quittung.lnk“ herunter. Bei dieser handelt es sich um keine Kostenaufstellung, sondern um eine Verknüpfung zu einer Schadsoftware. Aus diesem Grund dürfen Sie die Verknüpfung nicht öffnen.

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Gepostet am 18.08.2017 um 16:51 Uhr von Watchlist Internet

Gefälschte Anwaltsschreiben verbreiten Schadsoftware

In gefälschten Anwaltsschreiben behaupten Kriminelle, dass Adressat/innen Schulden bei einem Unternehmen haben. Weiterführende Informationen zu der offenen Geldforderung sollen sich im Dateianhang der Nachricht finden. In Wahrheit verbirgt er Schadsoftware. Aus diesem Grund dürfen Empfänger/innen die angebliche Kostenaufstellung nicht öffnen.

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Gepostet am 06.07.2017 um 17:01 Uhr von Watchlist Internet

Gefälschte Rechnungen verbreiten Schadsoftware

Kriminelle versenden im Namen von erfundenen Anwälten oder Inkassobüros gefälschte Rechnungen. Darin fordern sie die Empfänger/innen auf, einen angeblich fälligen Geldbetrag zu bezahlen. Weiterführende Informationendazu finden sich angeblich in einem Dateianhang. Er verbirgt Schadsoftware.

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Gepostet am 14.04.2017 um 11:53 Uhr von Watchlist Internet

Gefälschte Rechnung auf dropboxusercontent.com

In einer E-Mail mit dem Betreff „Zahlungsdetails“ erhalten Internet-Nutzer/innen angeblich eine Rechnung. Sie steht unter dem Link „dl.dropboxusercontent.com/(…)“ als ZIP-Datei zum Download bereit. In Wahrheit handelt es sich bei dem Dokument um Schadsoftware. Aus diesem Grund dürfen Empfänger/innen die angebliche Rechnung nicht öffnen.

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Gepostet am 15.03.2017 um 12:28 Uhr von Watchlist Internet

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